Weihnachtskaktus: Probleme erkennen

Die meisten Probleme des Weihnachtskaktus gehen auf ein einziges Missverständnis zurück: Weil Kaktus im Namen steht, wird er für einen Wüstenkaktus gehalten und zu wenig gegossen. Er ist aber ein Waldkaktus. Wählen Sie, wo sich das Problem zeigt, und wir kommen über einige Fragen zur wahrscheinlichen Ursache. Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.

1) In welchem Bereich liegt das Problem?

Alle möglichen Ursachen

Sie können auch direkt zu einer Ursache springen.

Standort-Hinweis: Diese Angaben gelten für eine normale Wohnung; die NC State Extension nennt für diese Art 16 bis 21 °C. Zwei Dinge sollten Sie von vornherein wissen: Diese Pflanze ist kein Wüstenkaktus, sie will Wasser, sobald sich die oberen 2,5 Zentimeter der Erde trocken anfühlen. Und ob sie blüht, hängt nicht vom Licht ab, sondern von der Länge der Dunkelheit, die sie im Herbst bekommt.

Für einen Wüstenkaktus gehalten und zu wenig gegossen

Dieses Missverständnis kommt direkt vom Namen der Pflanze. Der Weihnachtskaktus ist kein Wüsten-, sondern ein Waldkaktus. Er stammt aus den Regenwäldern Brasiliens und wächst dort auf Ästen in angesammeltem organischem Material. Lässt man ihn wie einen Wüstenkaktus wochenlang ohne Wasser, schrumpeln die Glieder, er wirft Knospen ab und wird mit der Zeit schwach.

Was Sie tun können

  1. Ändern Sie Ihre Gießgewohnheit: Die NC State Extension nennt keinen Abstand in Tagen, sondern eine Prüfung an der Erde. Gießen Sie, sobald sich die oberen 2,5 Zentimeter trocken anfühlen (in der Quelle ein Zoll); warten Sie nicht, bis die Erde ganz durchgetrocknet ist.
  2. Das ist ein Rhythmus, der dem einer normalen Zimmerpflanze nahekommt.
  3. Durchfeuchten Sie die Erde beim Gießen gründlich, lassen Sie das überschüssige Wasser aus dem Abzugsloch laufen und gießen Sie den Untersetzer aus.
  4. Ist die Erde eine Sukkulentenmischung und trocknet sehr schnell ab, wechseln Sie auf eine Mischung, die etwas mehr Wasser hält.
  5. Erholt sich die Pflanze, werden die Glieder wieder prall.

Zu viel Wasser

Dass er ein Waldkaktus ist, heißt, dass er mehr Wasser will, aber nicht, dass er in dauerhaft nasser Erde stehen darf. Zusätzliches Wasser bei ohnehin feuchter Erde macht die Glieder weich und bereitet der Wurzelfäule den Boden; die NC State Extension nennt Wurzelfäule durch Überwässerung für diese Art ausdrücklich.

Was Sie tun können

  1. Hören Sie mit dem Gießen auf und warten Sie, bis die obere Hälfte der Erde abgetrocknet ist.
  2. Vergewissern Sie sich, dass der Topf ein Abzugsloch hat; die NC State Extension nennt für diese Art guten Wasserabzug.
  3. Gießen Sie das Wasser im Untersetzer immer aus und vermeiden Sie Staunässe.
  4. Bleibt die Erde schwer und lange feucht, wechseln Sie auf eine lockerere Mischung.

Wurzelfäule

In Erde, die lange nass geblieben ist, sind die Wurzeln gefault. Dass die Glieder weich werden und abfallen und die Pflanze trotz Gießen durstig wirkt, ist das Anzeichen dafür; die Wurzeln transportieren kein Wasser mehr.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und schneiden Sie die faulen Wurzeln mit einer sauberen Schere ab.
  2. Setzen Sie den gesund gebliebenen Teil in frische, lockere Erde und gießen Sie einige Tage nicht.
  3. Ist sie nicht mehr zu retten, nehmen Sie Stecklinge von gesunden Gliedern: Brechen Sie ein Stück aus zwei bis drei Gliedern von der Spitze ab, lassen Sie die Bruchstelle ein bis zwei Tage abtrocknen und stecken Sie sie dann in leicht feuchte Erde.
  4. Verwenden Sie die alte Erde nicht wieder.

Wassermangel

Sind die Glieder schrumpelig und dünn geworden und ist die Erde trocken, hat die Pflanze Durst. Bei dieser Art wird Wassermangel viel schneller zum Problem als bei Wüstenkakteen.

Was Sie tun können

  1. Durchfeuchten Sie die Erde gründlich und warten Sie, bis das überschüssige Wasser aus dem Abzugsloch gelaufen ist.
  2. Gießen Sie das Wasser im Untersetzer aus.
  3. Innerhalb weniger Tage werden Sie sehen, dass die Glieder wieder prall werden.
  4. Gießen Sie danach, sobald sich die oberen 2,5 Zentimeter der Erde trocken anfühlen (NC State Extension).

Es wurde keine Dunkelphase gegeben

Der Weihnachtskaktus ist eine Kurztagpflanze. Ob er Blütenknospen anlegt, hängt nicht vom Licht ab, sondern von der Länge der Nacht. Bekommt er im Herbst nicht genug durchgehende Dunkelheit, bleibt er kerngesund, blüht aber gar nicht.

Was Sie tun können

  1. Die Clemson HGIC schreibt, die langen Nächte etwa Mitte September zu beginnen; setzen Sie die Vorbereitung dann an.
  2. Sorgen Sie für vierzehn Stunden oder mehr durchgehende Dunkelheit pro Tag (Clemson HGIC): Stellen Sie die Pflanze abends in ein Zimmer, in das kein Licht fällt, oder decken Sie sie ab.
  3. Halten Sie es dabei kühl: Die Clemson HGIC nennt für diese Phase 16 bis 20 °C (in der Quelle 60 bis 68 °F), die RHS 12 bis 15 °C. Beide beginnen die Phase Mitte September; dieses Werkzeug rechnet die Zahlen nicht gegeneinander auf.
  4. Gießen Sie weniger, lassen Sie die Erde aber nicht ganz austrocknen; düngen Sie nicht.
  5. Die Clemson HGIC schreibt, die langen Nächte mindestens 6 Wochen ohne Unterbrechung durchzuhalten. Sind die Knospen zu sehen, können Sie die Pflanze an ihren gewohnten Platz zurückstellen.

Die Dunkelphase wurde gestört

Wenn Sie meinen, alles richtig gemacht zu haben, und die Blüte trotzdem ausbleibt, liegt es meist daran, dass die Dunkelheit nicht durchgehend war. Eine Lampe, die nachts für ein paar Minuten angeht, Licht aus dem Flur oder eine Straßenlaterne vor dem Fenster können den Vorgang stören. Für die Pflanze muss dunkel wirklich dunkel heißen.

Was Sie tun können

  1. Sehen Sie sich das Zimmer nachts an: Fällt bei geschlossenem Vorhang Licht der Straßenlaterne herein?
  2. Wird dieses Zimmer nachts betreten und Licht angemacht?
  3. Selbst die Standby-Lämpchen von Geräten können über längere Zeit wirken; sie sollten nicht in der Nähe der Pflanze sein.
  4. Sind Sie unsicher, decken Sie die Pflanze abends mit einem Karton oder einem dicken Tuch ab und nehmen Sie es morgens wieder herunter.
  5. Halten Sie das mindestens 6 Wochen ohne Unterbrechung durch (Clemson HGIC).

Die Temperatur passt nicht zur Blüte

Bleibt die Blüte trotz Dunkelphase aus, kann die Temperatur zu hoch sein. Für die Knospenbildung braucht diese Pflanze auch Kühle: Die Clemson HGIC nennt für die Herbsttemperatur 16 bis 20 °C (in der Quelle 60 bis 68 °F), die RHS gibt dieselbe Phase (von Mitte September bis zum Erscheinen der Knospen) mit 12 bis 15 °C an. Dieses Werkzeug rechnet die beiden nicht gegeneinander auf. In einem warmen Zimmer neben der Heizung genügt Dunkelheit allein nicht.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze für die Vorbereitungszeit in ein kühleres Zimmer der Wohnung.
  2. Rücken Sie sie weg von der Stelle direkt über der Heizung und aus dem warmen Luftstrom heraus.
  3. Kühl und dunkel gehören zusammen; das eine wirkt ohne das andere nicht.
  4. Sind die Knospen zu sehen, können Sie zur normalen Zimmertemperatur zurückkehren.

Knospenfall durch einen Standortwechsel

Ein Weihnachtskaktus mit Knospen reagiert sehr empfindlich auf Veränderung. Die Pflanze umzustellen oder auch nur den Topf zu drehen kann dazu führen, dass sie die Knospen abwirft. Sie entwickelt ihre Knospen nach der vorhandenen Lichtrichtung aus; ändert sich die Richtung, lässt sie sie fallen. Das ist keine Krankheit.

Was Sie tun können

  1. Bewegen und drehen Sie die Pflanze nicht mehr, sobald die Knospen zu sehen sind.
  2. Eine frisch gekaufte oder geschenkte blühende Pflanze kann Knospen abwerfen; das ist die natürliche Folge des Transports und nicht Ihr Fehler.
  3. Stellen Sie die Pflanze an einen festen Platz und lassen Sie sie dort, bis die Blüte vorbei ist.
  4. Die verbliebenen Knospen öffnen sich in der Regel normal.

Knospenfall durch einen unregelmäßigen Gießrhythmus

Gerät der Gießrhythmus während der Knospenbildung durcheinander, vor allem wenn die Erde erst durchtrocknet und dann reichlich gegossen wird, fallen die Knospen ab. In dieser Zeit will die Pflanze Beständigkeit.

Was Sie tun können

  1. Halten Sie den Gießrhythmus über die Blütezeit gleichmäßig: Gießen Sie, sobald sich die oberen 2,5 Zentimeter der Erde trocken anfühlen (NC State Extension).
  2. Lassen Sie die Erde nicht so weit austrocknen, dass sie reißt.
  3. Lassen Sie sie umgekehrt auch nicht dauerhaft nass stehen.
  4. Gießen Sie mit zimmerwarmem Wasser; der Missouri Botanical Garden schreibt, dass sehr kaltes Gießwasser Blättern und Blüten zu schaffen macht.

Zugluft und Temperaturschwankungen

Der Platz vor einer Tür, an einem oft geöffneten Fenster oder neben der Heizung ist für eine Pflanze mit Knospen ein schlechter Platz. Plötzliche Temperaturwechsel und trockene Zugluft lassen die Knospen fallen.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze an einen vor Zugluft geschützten Platz mit gleichmäßiger Temperatur.
  2. Lassen Sie sie nicht direkt über der Heizung stehen.
  3. Ziehen Sie die Pflanze beim Lüften im Winter aus dem kalten Luftstrom.
  4. Weil ein Standortwechsel Knospen kosten kann, stellen Sie die Pflanze um, bevor sich die Knospen öffnen.

Sonnenbrand

Der Weihnachtskaktus ist eine Pflanze, die zwischen Ästen unter dem Blätterdach gefiltertes Licht bekommt. Die NC State Extension schreibt für diese Art ausdrücklich, kalte Zugluft, Frost und direkte Sonne zu meiden. Direkte, brennende Sonne hinterlässt auf den Gliedern blasse, rötliche oder braune Brandstellen. Diese Stellen kommen nicht zurück.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze an einen Platz mit hellem, aber indirektem Licht, auf den keine direkte Sonne fällt; die NC State Extension nennt für diese Art helles indirektes Licht.
  2. Ein Fenster nach Osten oder Norden funktioniert meist gut.
  3. Verbrannte Glieder erholen sich nicht, schaden der Pflanze aber nicht.
  4. Der neue Austrieb kommt in normaler Farbe nach.

Zu wenig Licht

An einem sehr dunklen Platz wächst die Pflanze nicht, die Glieder werden blass und bleiben schwach. Auch das Blühen wird schwieriger, weil sie die Kraft für die Knospen nicht sammeln kann.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze heller; helles, aber indirektes Licht ist ideal.
  2. Stellen Sie sie nicht in die direkte Sonne, dort verbrennt sie.
  3. Ist das Licht wieder in Ordnung, beginnt das Wachstum im Frühjahr erneut.
  4. Die Dunkelphase zur Vorbereitung der Blüte ist etwas anderes; verwechseln Sie sie nicht damit, die Pflanze das ganze Jahr über dunkel zu stellen.

Kälteschaden

Eine kalte Fensterscheibe und kalte Zugluft hinterlassen an den Gliedern weiche, dunkle und wie wassergetränkt wirkende Stellen; die NC State Extension nennt für diese Art ausdrücklich, kalte Zugluft und Frost zu meiden. Die Kühle zur Vorbereitung der Blüte und ein Kälteschaden sind zwei verschiedene Dinge: Die RHS nennt für die Ruhephase 12 bis 15 °C, ein Kälteschaden ist davon unabhängig.

Was Sie tun können

  1. Rücken Sie die Pflanze weg von der kalten Fensterbank und aus der Zugluft.
  2. Achten Sie im Winter darauf, dass die Glieder die kalte Scheibe nicht berühren.
  3. Geschädigte Glieder erholen sich nicht; erholt sich die Pflanze, treibt sie neue.
  4. Achten Sie darauf, dass das Gießwasser Zimmertemperatur hat.

Der Standort ist zu warm

Warme und trockene Luft neben der Heizung lässt die Blüten schnell welken. Das ist keine Krankheit, sondern ein Standortproblem.

Was Sie tun können

  1. Rücken Sie die Pflanze weg von der Stelle direkt über der Heizung.
  2. Ein kühler Raum verlängert die Blütezeit deutlich.
  3. In trockener Luft trocknet die Erde schneller ab; prüfen Sie die Feuchtigkeit häufiger.
  4. Versuchen Sie, die Pflanze während der Blüte nicht umzustellen; stellen Sie sie möglichst gleich an den richtigen Platz.

Dünger und Salzablagerung

Zu viel Dünger oder Salze, die sich mit der Zeit in der Erde ansammeln, lassen die Glieder blass werden und ihre Spitzen sich verfärben. Am Topfrand kann eine weißliche Kruste sichtbar werden; die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nennt für einen zu hohen Salzgehalt durch Überdüngung braune Blattränder und einen trockenen weißen Belag auf der Substratoberfläche.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie das Düngen ein; die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau rät, die Düngung einzustellen und die Pflanze gegebenenfalls umzutopfen.
  2. Spülen Sie den Topf mit reichlich Wasser durch und warten Sie, bis das überschüssige Wasser vollständig abgelaufen ist.
  3. Kratzen Sie die weiße Kruste von der Erdoberfläche ab und geben Sie frische Erde darüber.
  4. Düngen Sie nur im Frühjahr und Sommer; im Herbst setzen Sie aus. ⚠ Im Eintrag der NC State Extension steht kein Dünger; diese Seite nennt für Menge und Rhythmus keine Zahl, halten Sie sich an die Angaben auf der Packung.

Wollläuse

Weiße watteartige Nester an den Stellen, an denen die Glieder zusammenstoßen, sind ein Anzeichen für Wollläuse; die NC State Extension nennt für diese Art Wollläuse und Schildläuse. Die Übergänge zwischen den Gliedern sind gute Verstecke, deshalb fällt der Befall oft spät auf.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze getrennt von den anderen Pflanzen auf.
  2. Wischen Sie zwischen den Gliedern mit einem feuchten Tuch. Das Tuch muss oft ausgewaschen werden.
  3. Sehen Sie auch unter den überhängenden Gliedern nach.
  4. Laufen Ameisen um die Pflanze herum, suchen Sie nicht die Ameise, sondern den Grund; Ameisen kommen wegen des süßen Ausscheidungssekrets der Wollläuse.
  5. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach.

Ihre Pflanze ist ein Thanksgivingkaktus (Schlumbergera truncata)

Die Clemson HGIC nennt den sägezahnartigen Rand als Kennzeichen des Thanksgivingkaktus: Jedes Glied trägt entlang der Ränder 2 bis 4 sägezahnartige Vorsprünge. Beim Weihnachtskaktus (Schlumbergera x buckleyi) sind die Ränder runder. Beide gehören zur selben Gattung, und die Pflege auf dieser Seite gilt für beide.

Was Sie tun können

  1. Die Blütezeit ist verschieden: Die Clemson HGIC schreibt, dass der Thanksgivingkaktus etwa einen Monat vor dem Weihnachtskaktus blüht.
  2. Zum Blühen braucht er im Herbst eine Dunkelphase; die Einzelheiten stehen auf der Pflegeseite.
  3. Der Eintrag der ASPCA zu Schlumbergera bridgesii nennt die Art ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Der Eintrag gilt einer einzigen Art; ist Ihre Pflanze eine andere, lässt sich das Urteil nicht unmittelbar übertragen.
  4. Für die Pflege können Sie auf die Pflegeseite des Weihnachtskaktus zurückgehen.

Runder Rand: Weihnachtskaktus oder Osterkaktus

Die Clemson HGIC nennt den runden Rand als Kennzeichen des Weihnachtskaktus (Schlumbergera x buckleyi). Für die Randform des Osterkaktus (Hatiora gaertneri, synonym Rhipsalidopsis gaertneri) gibt dieselbe Quelle keine Beschreibung. Die beiden trennt die Blütezeit.

Was Sie tun können

  1. Blüht die Pflanze im Winter, ist es ein Weihnachtskaktus, und Sie sind auf der richtigen Seite.
  2. Blüht sie im Frühjahr, kann es ein Osterkaktus sein: Die Clemson HGIC schreibt, dass diese Art überwiegend im Frühjahr und über das Jahr verteilt vereinzelt blüht.
  3. Die Pflegegrundsätze ähneln sich: Alle drei sind Waldkakteen und werden nicht wie Wüstenkakteen gepflegt.
  4. Sicher ist nur der botanische Name; sehen Sie beim Kauf auf das Etikett.

Das ist normal: Die Ränder der Glieder werden rötlich

Dass die Ränder der Glieder leicht ins Rötliche oder Violette gehen, ist meist eine Reaktion auf Licht oder Temperatur. Die Pflanze hat keinen Schaden genommen; das wirkt wie eine Art Sonnenschutz. Manche finden es auch dekorativ.

Was Sie tun können

  1. Ist die Farbe sehr ausgeprägt und beginnen die Glieder zu verblassen, stellen Sie die Pflanze etwas geschützter.
  2. Eine leichte Rötung ist kein Problem und erfordert kein Eingreifen.
  3. Schrumpeln oder erweichen die Glieder gleichzeitig, liegt es nicht an der Farbe; sehen Sie dann in den Abschnitten zum Wasser nach.
  4. Stimmen die Bedingungen wieder, kommen die neuen Glieder in normalem Grün nach.

Das ist normal: Die Blütezeit ist vorbei

Die Blüten des Weihnachtskaktus halten einige Wochen und verwelken dann. Dass die Blüten vorbei sind, heißt nicht, dass die Pflanze krank ist; das gehört zum natürlichen Zyklus.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie die verwelkten Blüten vorsichtig ab.
  2. Gönnen Sie der Pflanze nach der Blüte einige Wochen Ruhe und gießen Sie etwas weniger.
  3. Im Frühjahr beginnt die Wachstumszeit; stellen Sie das Gießen dann wieder auf normal um und beginnen Sie zu düngen.
  4. Ein Umtopfen wird, wenn nötig, in dieser Zeit gemacht.

Das ist normal: Im Winter steht das Wachstum still

In den Herbst- und Wintermonaten wächst der Weihnachtskaktus nicht. In dieser Zeit steckt er seine Kraft in die Blüte. Dass nichts wächst, ist kein Problem.

Was Sie tun können

  1. Gießen Sie weniger, lassen Sie die Erde aber nicht ganz austrocknen.
  2. Düngen Sie nicht; das Gartenbau-Wiki Hortipendium begründet das für Zimmerpflanzen allgemein damit, dass im Winter zu wenig Licht vorhanden ist.
  3. Nach der Blüte tut eine weitere kurze Ruhephase gut.
  4. Werden die Tage im Frühjahr länger, kommen neue Glieder nach.

Das ist normal: Ein gut durchwurzelter Topf bremst das Wachstum

Bei einer Pflanze, deren Wurzeln den Topf ausfüllen, ist ein langsameres Wachstum zu erwarten. ⚠ Dass ein enger Topf die Blüte fördert, steht in keiner der Quellen; diese Seite stellt diesen Zusammenhang nicht auf.

Was Sie tun können

  1. Setzen Sie die Pflanze nicht allein deshalb in einen sehr großen Topf, damit sie wächst; viel Erde bleibt lange feucht, und die NC State Extension nennt für diese Art Wurzelfäule durch Überwässerung ausdrücklich.
  2. Topfen Sie nach der Blüte im Frühjahr um. ⚠ Eine Zahl dafür, alle wie viele Jahre das nötig ist, nennen die Quellen nicht.
  3. Der neue Topf soll nur wenig größer sein als der alte. ⚠ Ein Maß dafür nennen die Quellen nicht.
  4. Im Frühjahr können Sie maßvoll düngen. ⚠ Im Eintrag der NC State Extension steht kein Dünger; diese Seite nennt für Menge und Rhythmus keine Zahl.

Reaktion auf einen Standortwechsel

Eine frisch gekaufte oder umgestellte Pflanze kann einige Glieder abwerfen. Das ist eine vorübergehende Reaktion auf die Umstellung.

Was Sie tun können

  1. Lassen Sie die Pflanze an einem festen Platz stehen und stellen Sie sie nicht ständig um.
  2. Behalten Sie den Gießrhythmus bei.
  3. Rechnen Sie damit, dass sie sich innerhalb einiger Wochen erholt.
  4. Fallen weiter Glieder ab, prüfen Sie die Feuchtigkeit der Erde.

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.

← Weihnachtskaktus-Pflege (Schlumbergera): Licht, Gießen, Blüte

Quellen