Usambaraveilchen (Saintpaulia): Probleme erkennen
Wo zeigt sich das Problem? Wählen Sie zuerst den Bereich, dann das Symptom. (Dieses Werkzeug gilt für das Usambaraveilchen, Saintpaulia.) Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.
Alle möglichen Ursachen
Sie können auch direkt zu einer Ursache springen.
- Ring- und Wasserflecken auf dem Blatt (Wasser auf dem Blatt)
- Herzfäule (tödlich, handeln Sie schnell)
- Zu viel Wasser / Wurzelfäule
- Zu wenig Wasser
- Keine Blüten, zu wenig Licht
- Keine Blüten, Topfgröße, Dünger oder Alter
- Blasse Blätter bei blühender Pflanze, zu viel Licht
- Natürliches Vergilben der unteren Blätter (kein Problem)
- Vergilben durch Nährstoffmangel
- Lange, nach oben gestreckte Blattstiele, die Pflanze will mehr Licht
- Salzablagerung (weiße Kristallkruste)
- Cyclamenmilbe (gestauchte, verkrüppelte Blätter in der Mitte)
- Grauschimmel auf den Blüten (Botrytis)
- Schädlinge (Wollläuse / Thripse / Blattläuse / Spinnmilben)
Standort-Hinweis: Die NC State Extension nennt für diese Art 16 bis 27 °C als optimal; je nach Wohnung und Jahreszeit verschiebt sich das. Die goldene Regel beim Usambaraveilchen stammt aus derselben Quelle: von unten gießen und die Blätter trocken halten, sonst entstehen Flecken oder Ringe.
Ring- und Wasserflecken auf dem Blatt (Wasser auf dem Blatt)
Die NC State Extension nennt für diese Art eine ausdrückliche Regel: von unten gießen und die Blätter trocken halten, sonst entstehen Flecken oder Ringe. Die Ursache ist also, dass das Blatt NASS wird. ⚠ Die TEMPERATUR des Wassers nennt die Quelle nicht als Ursache, und diese Seite nennt kaltes Wasser deshalb auch nicht als Grund.
Was Sie tun können
- Gießen Sie von unten, indem Sie den Topf in ein Gefäß mit zimmerwarmem Wasser stellen und den Überschuss danach abgießen, oder geben Sie das Wasser mit einer schmalen Tülle nur auf die Erde.
- Lassen Sie das Wasser nie auf die Blätter und nie in das Herz der Pflanze gelangen; ist ein Tropfen auf ein Blatt gefallen, nehmen Sie ihn mit einem weichen Tuch auf oder schütteln Sie ihn vorsichtig ab.
- Entscheidend ist, dass gar kein Wasser auf das Blatt gelangt; die Quelle nennt als Ursache der Flecken, dass das Blatt nass wird.
- Vorhandene Flecken verschwinden nicht mehr, aber die neuen Blätter kommen sauber nach.
Herzfäule (tödlich, handeln Sie schnell)
Gelangt Wasser in das Herz der Pflanze, also in die Mitte, in der die Blattstiele zusammenlaufen, oder wird zu viel gegossen, entsteht eine schnell fortschreitende und meist tödliche Fäule: Die Mitte wird weich, verfärbt sich dunkel, und die Pflanze welkt trotz feuchter Erde.
Was Sie tun können
- Lassen Sie die Pflanze nie im Wasser stehen; halten Sie das Herz und die Basis trocken und gießen Sie nur von unten oder direkt auf die Erde.
- Verwenden Sie einen gut durchlässigen Topf und eine durchlässige Erde; nehmen Sie keinen großen Topf (er hält zu viel Feuchtigkeit).
- Wenn es noch nicht weit fortgeschritten ist: Lassen Sie die Erde abtrocknen, schneiden Sie das faule Gewebe mit einem sauberen, mit Alkohol abgewischten Werkzeug heraus und topfen Sie in frische Erde um.
- Ist die Pflanze nicht mehr zu retten, ziehen Sie aus einem gesunden Blatt über einen Blattsteckling eine neue Pflanze; so geht die Sorte nicht verloren.
Zu viel Wasser / Wurzelfäule
In dauerhaft nasser Erde faulen die Wurzeln; die unteren Blätter vergilben, die Stiele werden weich, aus der Erde steigt ein säuerlicher Geruch, und die Pflanze wird trotz feuchter Erde schlaff. Im Plastiktopf und an einem kühlen oder dunklen Platz ist das Risiko höher.
Was Sie tun können
- Hören Sie mit dem Gießen auf und warten Sie, bis die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Lassen Sie die Pflanze nie wieder im Wasser stehen.
- Topfen Sie in einen gut durchlässigen Topf um; sind die Wurzeln braun, weich und schmierig, ist die Pflanze meist nicht mehr zu retten (Wurzelverlust).
- Für eine Rettungschance nehmen Sie Blattstecklinge von gesunden Blättern.
- Gießen Sie von nun an von unten oder auf die Erde, und zwar erst, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.
Zu wenig Wasser
Trocknet die Erde zu stark aus, verlieren die Blätter ihre Spannung, werden schlaff, rollen sich an den Rändern nach oben, und die Erde löst sich vom Topfrand. Das Usambaraveilchen verträgt kurze Trockenheit, aber anhaltender Wassermangel lässt die Blüten vorzeitig welken.
Was Sie tun können
- Gießen Sie von unten: Stellen Sie den Topf in ein Gefäß mit 1 bis 2 Zentimeter zimmerwarmem Wasser, nehmen Sie ihn heraus, sobald die Erde durchfeuchtet ist, und gießen Sie den Überschuss ab.
- Überschwemmen Sie eine stark ausgetrocknete Pflanze nicht auf einmal; trockene Wurzeln nehmen Wasser schlecht auf. Geben Sie stündlich einen Esslöffel Wasser auf die Erdoberfläche, damit sich die Wurzeln schrittweise wieder erholen.
- Gießen Sie danach regelmäßig, sobald die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.
Keine Blüten, zu wenig Licht
Sind die Blätter gesund und es fehlen nur die Blüten, ist das Licht die erste Stelle, an der Sie nachsehen. Die NC State Extension ordnet diese Art zwei Lichtstufen zu und definiert beide über Stunden DIREKTER SONNE: tiefer Schatten (weniger als zwei Stunden bis gar keine direkte Sonne) und Halbschatten (zwei bis sechs Stunden direkte Sonne am Tag).
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze heller und indirekt (Nord- oder Ostfenster, ohne direkte Mittagssonne).
- Reicht das Tageslicht nicht, ergänzen Sie es mit einer Pflanzenlampe.
- Dunkelgrüne Blätter ohne Blüten heißen: mehr Licht. Rechnen Sie mit einigen Wochen Geduld.
Keine Blüten, Topfgröße, Dünger oder Alter
Steht die Pflanze hell genug, kommen andere Gründe für das Ausbleiben der Blüten infrage: eine noch zu junge Pflanze oder ein längerer Aufenthalt an einem kalten Platz. ⚠ Dass die Topfgröße oder ein enger Topf die Blüte beeinflusst, und ebenso eine Düngermenge oder ein Düngerrhythmus, steht in keiner der Quellen; diese Seite führt das deshalb nicht als Grund auf.
Was Sie tun können
- Ist die Pflanze noch jung, geben Sie ihr Zeit; die NC State Extension nennt für diese Art 16 bis 27 °C als optimal.
- Lassen Sie nur eine Rosette stehen: Nehmen Sie die Nebentriebe an der Basis (Sucker) ab, damit die Kraft in die Blüten geht.
Blasse Blätter bei blühender Pflanze, zu viel Licht
Blüht die Pflanze, sind ihre Blätter aber blass, bekommt sie zu viel Licht; starkes direktes Licht bleicht die Blattfarbe aus. Beim Usambaraveilchen lässt zu viel Licht die Blätter verblassen und treibt gleichzeitig die Blüte an; treten beide Zeichen zusammen auf, ist das der sichere Hinweis auf zu viel Licht.
Was Sie tun können
- Nehmen Sie etwas Licht weg: Rücken Sie die Pflanze aus der direkten Sonne an einen indirekten Platz oder dämpfen Sie das Licht mit einem dünnen Vorhang.
- Wenn Sie mit einer Pflanzenlampe arbeiten, vergrößern Sie den Abstand zur Pflanze etwas.
- Beobachten Sie die Pflanze, bis sich die Farbe erholt hat.
Natürliches Vergilben der unteren Blätter (kein Problem)
Dass die untersten und ältesten Blätter mit der Zeit vergilben und absterben, ist normal; die neuen Blätter kommen aus der Mitte, dem Herz der Rosette.
Was Sie tun können
- Nehmen Sie die vergilbten untersten Blätter mit einem sauberen Werkzeug dicht am Herz ab, ohne einen Stielrest stehen zu lassen (ein Schnitt im Winkel von 45 Grad verhindert, dass sich dort Wasser sammelt).
- Halten Sie die Blätter nach dem Schnitt einige Tage vom Wasser fern.
- Vergilben viele Blätter gleichzeitig und ist die Erde nass, ist das nicht natürlich; prüfen Sie dann, ob zu viel gegossen wurde.
Vergilben durch Nährstoffmangel
Wird ein Usambaraveilchen nicht regelmäßig gedüngt, können insgesamt blassgelbe Blätter auf einen Nährstoffmangel hinweisen, vor allem an Stickstoff. Weil die Art dauerhaft blüht, verbraucht sie ihre Nährstoffe schnell; ein Dünger für Blühpflanzen mit betontem Phosphoranteil macht bei dieser Art einen Unterschied.
Was Sie tun können
- ⚠ Zu Menge und Rhythmus des Düngers steht im Eintrag der NC State Extension nichts; diese Seite nennt keine Zahl, halten Sie sich an die Angaben auf der Packung.
- Übertreiben Sie es nicht; zu viel Dünger verbrennt die Wurzeln und lagert Salz an.
- Erholt sich die Farbe, kehren Sie zur normalen Pflege zurück.
Lange, nach oben gestreckte Blattstiele, die Pflanze will mehr Licht
Strecken sich die Blätter an langen Stielen nach oben, versucht die Pflanze, das Licht zu erreichen; sie bekommt also zu wenig davon. Beim Usambaraveilchen ist der Blattstiel normalerweise kurz und fast waagerecht; richten sich die Stiele auf, ist das der erste und zuverlässigste Hinweis auf zu wenig Licht.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze heller und indirekt oder ergänzen Sie das Licht mit einer Pflanzenlampe.
- Drehen Sie den Topf einmal pro Woche, damit alle Seiten gleich viel Licht bekommen und die Rosette gleichmäßig bleibt.
- Sehr auseinanderfallende äußere Blätter können Sie abnehmen und die Pflanze so auffrischen.
Salzablagerung (weiße Kristallkruste)
Eine weiße Kristallkruste am Topfrand oder auf der Erdoberfläche ist eine Ablagerung löslicher Salze, also von zu viel Dünger. Berührt ein Blatt oder ein Stiel dieses Salz, kann die Stelle verbrennen und faulen.
Was Sie tun können
- Lassen Sie etwa 20 Minuten lang klares Wasser durch den Topf laufen und spülen Sie die angesammelten Salze über das Abzugsloch aus.
- Ist es sehr viel Salz, topfen Sie die Pflanze in frische Erde und einen sauberen Topf um.
- Nehmen Sie einen glasierten Keramik- oder einen Plastiktopf (unglasierter Ton lagert Salz an) und düngen Sie sparsamer.
Cyclamenmilbe (gestauchte, verkrüppelte Blätter in der Mitte)
Die mit bloßem Auge nicht sichtbare Cyclamenmilbe befällt die jungen Blätter und die Knospen in der Mitte des Usambaraveilchens; die Anzeichen sind gestauchte, verdickte, verkrüppelte und unförmige Blätter in der Mitte sowie ausbleibende oder verformte Blüten.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze sofort von anderen Usambaraveilchen getrennt (die Milbe wandert von Pflanze zu Pflanze).
- Halten Sie so viel Abstand zwischen den Pflanzen, dass sie sich nicht berühren, und sorgen Sie für mehr Luftbewegung.
- Bei starkem Befall ist es üblich und praktisch, die Pflanze zu entsorgen, statt sie retten zu wollen; im Zweifel fragen Sie in einer Gärtnerei nach.
Grauschimmel auf den Blüten (Botrytis)
Graue, flaumige Schimmelnester auf den Blüten oder papierartige braune, zielscheibenähnliche Flecken auf dem Blatt weisen auf Botrytis hin, den Grauschimmel; er beginnt meist an verwelkenden Blüten und an Blütenresten, die auf ein Blatt gefallen sind.
Was Sie tun können
- Entfernen Sie verwelkte Blüten und befallene Blätter mit einem sauberen Werkzeug; lesen Sie Blütenreste von den Blättern ab.
- Sorgen Sie für mehr Luftbewegung, halten Sie die Blätter trocken und die Luftfeuchtigkeit im Rahmen.
- Halten Sie die Pflanze von den anderen getrennt; breitet sich der Befall aus, fragen Sie in einer Gärtnerei nach.
Schädlinge (Wollläuse / Thripse / Blattläuse / Spinnmilben)
Watteartige weiße Nester (Wollläuse), silbrige oder bronzefarbene Flecken mit verformtem Wuchs (Thripse), klebrige Rückstände oder winzige bewegliche Insekten sind Anzeichen für Schädlinge.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze von den anderen getrennt.
- Nehmen Sie sichtbare Schädlinge mit einem sauberen Stäbchen oder einem feuchten Tuch ab (machen Sie die Blätter dabei nicht zu nass).
- Gelbtafeln können Sie zur Beobachtung aufstellen.
- Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.
Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung
Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.
← Usambaraveilchen-Pflege (Saintpaulia): Gießen von unten, Licht, Haustiere