Pilea-Pflege (Pilea peperomioides): Licht, Gießen, Haustiere

Pilea peperomioides mit runden, schildförmigen Blättern im Terrakottatopf auf einer hellen Fläche neben einem Fenster, daneben ein kleiner Topf mit bewurzelten Ablegern
· Bild: Pilea peperomioides, Husky, CC0, via Wikimedia Commons (CC0) · Wikimedia Commons

Aktualisiert: 19. August 2026

Pflanzensteckbrief
Licht Hell indirekt
Wasserbedarf Gering / mittel
Schwierigkeit Einfach
Für Haustiere sicher? Nicht bekannt

Die NC State Extension führt als akzeptierten Namen Pilea peperomioides und als Familie Urticaceae. Als gebräuchliche Namen nennt sie Chinese Money Plant, Coin Plant, Friendship Plant, Missionary Plant, Pancake Plant und UFO Plant. Im deutschen Handel läuft sie als Ufopflanze und Glückstaler.

Als Herkunft nennt dieselbe Quelle die Provinz Yunnan in Südchina, wo die Art in schattigen und kühlen Berglagen wächst. Sie beschreibt den Wuchs als kompakt und aufrecht mit horstiger Wuchsform, und das Blatt so: Die Blätter sind schildförmig (peltat), der lange Stiel setzt in der Blattmitte an, was sie wie ein Seerosenblatt aussehen lässt. Blühen kann die Pflanze mit kleinen, hohen, weißen bis rosafarbenen, ährenartigen Blüten; im Zimmer blüht sie jedoch selten.

Zwei Dinge bestimmen diese Seite. Das erste steht in der Quelle: helles indirektes Licht und feuchte, gut durchlässige Erde. Das zweite ist eine Namensfalle, und sie entscheidet über den Abschnitt zu den Haustieren.

Ein Name, zwei Pflanzen

Unter den gebräuchlichen Namen, die die NC State Extension für Pilea peperomioides aufführt, steht auch Friendship Plant.

Bei der ASPCA gibt es einen Eintrag mit genau diesem Titel. Sein wissenschaftlicher Name lautet aber Pilea involucrata, also eine andere Art.

🔴 Der Name trifft zu, der Eintrag gilt einer anderen Pflanze. Wer unter Friendship Plant nachschlägt, landet deshalb bei einer Einstufung, die nicht für die Pflanze dieser Seite gemacht wurde. Zu Pilea peperomioides selbst führt die ASPCA keinen Eintrag; unter den Adressen pilea und chinese-money-plant findet sich keiner.

Und es gibt eine zweite Namensverwechslung, bei der die Einstufung sich sehr wohl unterscheidet. Unter Geldbaum, Glücksbaum oder Glückspflanze stehen im Handel mehrere Arten, und ihre Einstufung für Haustiere ist nicht dieselbe. Welche Sie vor sich haben, klärt mit eigenen Quellen die Seite Geldbaum-Pflege.

Haustiere: diese Seite gibt keine Entwarnung

Der hier ausgewertete Eintrag der ASPCA ist ungiftig eingestuft. Diese Seite übernimmt diese Einstufung nicht, und das hat einen benennbaren Grund:

  • Der Eintrag gilt Pilea involucrata, diese Seite steht auf Pilea peperomioides.
  • Innerhalb einer Gattung kann die Giftigkeit sich unterscheiden.
  • Zu Pilea peperomioides führt die ASPCA keinen Eintrag.

Eine zweite Angabe gehört hierher, und sie reicht trotzdem nicht. Die NC State Extension kennzeichnet ihren Eintrag zu Pilea peperomioides als haustierfreundlich. Diese Kennzeichnung benennt aber keine Tierart, und einen Abschnitt zur Giftigkeit trägt derselbe Eintrag nicht.

🔴 Deshalb steht im Pflanzensteckbrief über diesem Text bei Für Haustiere sicher? der Eintrag Nicht bekannt und nicht Ja. Dass eine Quelle schweigt oder nur ein Etikett vergibt, ist keine Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Stellen Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Tieren und kleinen Kindern auf. Hat ein Tier daran gefressen, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Licht

Die NC State Extension macht zwei Angaben, und sie sind nicht dasselbe; diese Seite gibt sie getrennt wieder.

Als Lichtstufen trägt sie ein: geflecktes Sonnenlicht (Dappled Sunlight) und Halbschatten (Partial Shade, zwei bis sechs Stunden direkte Sonne am Tag).

In der Beschreibung schreibt dieselbe Quelle dagegen: Die Pflanze bevorzugt helles indirektes Sonnenlicht.

Der Pflanzensteckbrief über diesem Text sagt bei Licht Hell indirekt, und das deckt sich mit der Beschreibung der Quelle.

🔴 Zum Licht macht dieselbe Quelle eine Ursachenangabe, und sie ist die einzige zum Wuchs: Langer, spärlicher Wuchs entsteht durch zu wenig Licht.

Wie Sie einen dunklen Standort einordnen, steht auf der Seite Wenig Licht; was ein zu heller Platz an Blättern anrichtet, behandelt die Seite Sonnenbrand an Blättern.

Gießen

Die NC State Extension nennt keinen Gießabstand in Tagen. Sie beschreibt einen Zustand und nennt die Gegenrichtung ausdrücklich:

  • Der Zustand: eine feuchte, gut durchlässige Topferde.
  • Die Gegenrichtung: Die Pflanze ist anfällig für Wurzelfäule, wenn zu viel gegossen wird.

Eine zweite Angabe betrifft die Blätter: Vermeiden Sie, das Laub nass zu machen, denn daraus können Blattflecken entstehen. Gießen Sie deshalb auf die Erde, nicht über die Pflanze.

Als Bodenverhältnisse nennt dieselbe Quelle guten Wasserabzug und feucht. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen und den Topf nicht im Wasser stehen; ein Abzugsloch ist die Voraussetzung dafür. Das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Wasserbedarf Gering / mittel.

Temperatur

Die NC State Extension nennt für diese Art zwei Dinge, die zu meiden sind: kalte Zugluft und Wärmequellen. Der Heizkörper und das im Winter gekippte Fenster sind damit beide gemeint.

Eine Zahl nennt die Quelle dagegen nicht: weder eine Spanne für den Standort noch eine untere Grenze. Keine andere der hier ausgewerteten Quellen nennt eine, und diese Seite nennt deshalb keine.

Luftfeuchtigkeit

Die NC State Extension schreibt, die Art gedeihe bei mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit, vertrage aber die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit einer Wohnung.

Einen Prozentwert nennt sie nicht, und ein Mittel zum Anheben der Luftfeuchtigkeit empfiehlt sie für diese Art nicht. Diese Seite nennt deshalb weder das eine noch das andere. In der Heizperiode von Oktober bis April sinkt die Luftfeuchte in Innenräumen regelmäßig deutlich ab; stellen Sie die Pflanze nicht direkt über einen Heizkörper.

Substrat und Topf

Die NC State Extension nennt als Bodenarten Lehm beziehungsweise Schluff und Sand, als Bodenverhältnisse guten Wasserabzug und feucht und als pH-Wert sauer bis neutral.

Torffreie Blumenerde und Perlit bekommen Sie im Baumarkt und im Gartencenter. Ein Mischungsverhältnis für diese Art nennt keine der hier ausgewerteten Quellen, und diese Seite nennt deshalb keines.

Düngen

Für diese Art nennt keine der hier ausgewerteten Quellen einen Dünger, eine Menge oder einen Rhythmus, und diese Seite nennt deshalb nichts davon.

Im Winter wird nicht gedüngt; das Gartenbau-Wiki Hortipendium begründet das für Zimmerpflanzen allgemein damit, dass im Winter zu wenig Licht vorhanden ist. Was zu viel Dünger an der Erdoberfläche und an den Blatträndern hinterlässt, behandelt mit eigenen Quellen die Seite Düngersalz.

Wuchs, Größe und Vermehrung

Die NC State Extension nennt als Pflegeaufwand niedrig und als Wachstum schnell; im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Schwierigkeit Einfach. Als Maße nennt dieselbe Quelle 20 bis 30 cm für Höhe und Breite (in der Quelle 8 Zoll bis 1 Fuß).

Zur Vermehrung nennt die Quelle zwei Wege: Ableger (in der Quelle offsets or pups) und Stecklinge von Trieben. Zum Zeitpunkt wird sie deutlich: am besten im Frühjahr oder Frühsommer, während die Pflanze aktiv wächst. Eine Anleitung dazu, also wie ein Ableger abgetrennt wird, steht dort nicht, und diese Seite gibt deshalb keine.

Häufige Probleme

Die NC State Extension nennt für diese Art vier Schädlinge; dazu kommen drei Angaben, die keine Schädlinge sind.

Was die NC State Extension für diese Art nenntwo Sie weiterlesen
Spinnmilben (spider mites)Spinnmilben
Wollläuse (mealybugs)Wollläuse
Trauermücken (fungus gnats)Trauermücken
Schildläuse (scale insects)Schildläuse

Die drei weiteren Angaben derselben Quelle:

  • Die Pflanze ist anfällig für Wurzelfäule, wenn zu viel gegossen wird.
  • Vermeiden Sie, das Laub nass zu machen, denn daraus können Blattflecken entstehen.
  • Langer, spärlicher Wuchs entsteht durch zu wenig Licht.

Eine Beschreibung, woran Sie den jeweiligen Befall erkennen, gibt die Quelle für diese Art nicht; die verlinkten Seiten führen sie mit eigenen Quellen. Wenn Sie lieber vom Symptom aus vorgehen, hilft die Seite Diagnose; gelbe Blätter behandelt die Seite Gelbe Blätter.

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb. Diese Seite nennt keine Pflanzenschutzmittel und keine Dosierungen.

Fünf Punkte behauptet diese Seite bewusst nicht

  • Dass die Pflanze für Haustiere ungiftig ist. Der hier ausgewertete Eintrag der ASPCA gilt einer anderen Art, und die Kennzeichnung der NC State Extension benennt keine Tierart.
  • Eine Temperaturspanne oder eine untere Temperaturgrenze. Was zu meiden ist, nennt die Quelle; eine Zahl nennt sie nicht.
  • Einen Prozentwert für die Luftfeuchtigkeit.
  • Eine Ursache für das Wölben oder Einrollen der Blätter.
  • Einen Dünger, eine Menge oder einen Rhythmus.

Bei den Punkten ohne eigene Erläuterung ist der Grund derselbe: Für diese Art steht dazu nichts in den hier ausgewerteten Quellen.

Wo Sie die Pflanze bekommen

Die Pilea steht im Gartencenter, im Baumarkt und im Blumenladen, oft als kleine Pflanze mit Ablegern im selben Topf. Zwei Dinge lohnen den Blick beim Kauf, und beide folgen aus dem, was oben steht:

  • Das Etikett. Friendship Plant ist ein gebräuchlicher Name für zwei verschiedene Arten; verlässlich ist der lateinische Name. Die Angaben dieser Seite beziehen sich auf Pilea peperomioides.
  • Der Haushalt. Bei dieser Art ist die Frage nach der Giftigkeit offen und wird durch keine der hier ausgewerteten Quellen geschlossen; ein Platz außerhalb der Reichweite gehört deshalb zur Kaufentscheidung. Das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Verwandte Seiten auf dieser Website: Peperomia-Pflege, Geldbaum-Pflege, Orchideen-Pflege und Einblatt-Pflege. Eine Übersicht aller Arten finden Sie auf der Seite Pflanzen.

Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Häufige Fragen

Ist die Pilea für Katzen und Hunde giftig?

Das ist für diese Art nicht geklärt, und diese Seite gibt keine Entwarnung. Bei der ASPCA gibt es keinen Eintrag zu Pilea peperomioides; unter den Adressen pilea und chinese-money-plant führt sie keinen Eintrag. Der hier ausgewertete Eintrag heißt Friendship Plant und gilt Pilea involucrata, also einer anderen Art. Das ist deshalb heikel, weil die NC State Extension Friendship Plant als gebräuchlichen Namen für unsere Art mit aufführt: Der Name trifft zu, der Eintrag gilt aber einer anderen Pflanze. Die NC State Extension kennzeichnet ihren Eintrag zu Pilea peperomioides zwar als haustierfreundlich, benennt dabei aber keine Tierart und trägt keinen Abschnitt zur Giftigkeit. Im Steckbrief über diesem Text steht bei Für Haustiere sicher? deshalb Nicht bekannt und nicht Ja. Stellen Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Tieren und kleinen Kindern auf; hat ein Tier daran gefressen, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Wie oft muss ich die Pilea gießen?

Die NC State Extension nennt keinen Abstand in Tagen. Sie schreibt, die Pflanze bevorzuge helles indirektes Sonnenlicht und eine feuchte, gut durchlässige Topferde, und sie nennt die Gegenrichtung ausdrücklich: Die Pflanze ist anfällig für Wurzelfäule, wenn zu viel gegossen wird. Eine zweite Angabe betrifft die Blätter: Vermeiden Sie, das Laub nass zu machen, denn daraus können Blattflecken entstehen. Im Steckbrief über diesem Text steht bei Wasserbedarf der Eintrag Gering / mittel.

Warum wird meine Pilea lang und kahl?

Dazu macht die NC State Extension eine ausdrückliche Angabe, und sie nennt die Ursache selbst: Langer, spärlicher Wuchs entsteht durch zu wenig Licht. Das ist bei dieser Art die einzige Ursachenangabe zum Wuchs in den hier ausgewerteten Quellen. Zu anderen Erscheinungen, etwa dem Wölben oder Einrollen der Blätter, nennt der Eintrag keine Ursache, und diese Seite nennt deshalb auch keine.

Wie hell muss die Pilea stehen?

Die NC State Extension macht zwei Angaben, und sie sind nicht dasselbe; diese Seite gibt sie getrennt wieder. Als Lichtstufen trägt sie geflecktes Sonnenlicht und Halbschatten ein, also zwei bis sechs Stunden direkte Sonne am Tag. In der Beschreibung schreibt dieselbe Quelle dagegen, die Pflanze bevorzuge helles indirektes Sonnenlicht. Im Steckbrief über diesem Text steht bei Licht der Eintrag Hell indirekt, und das deckt sich mit der Beschreibung der Quelle.

Welche Temperatur braucht die Pilea?

Die NC State Extension nennt zwei Dinge, die zu meiden sind: kalte Zugluft und Wärmequellen. Damit sind der Heizkörper und das im Winter gekippte Fenster beide gemeint. Eine Zahl nennt die Quelle nicht, weder eine Spanne für den Standort noch eine untere Grenze, und keine andere der hier ausgewerteten Quellen nennt eine. Diese Seite nennt deshalb keine.

Quellen