Clivia-Pflege (Clivia miniata): Standort, Ruhephase, Giftigkeit

Blühende Clivia miniata im Topf, orange Blütendolde über gurtförmigen dunkelgrünen Blättern
· Bild: Clivia miniata, Elaine C Hipólito / Pexels (Pexels) · Pexels

Aktualisiert: 17. August 2026

Pflanzensteckbrief
Licht Mittel
Wasserbedarf Wenig
Schwierigkeit Mittel
Für Haustiere sicher? Giftig

Beide hier ausgewerteten Quellen ordnen die Clivia der Familie Amaryllidaceae zu. Die NC State Extension führt als akzeptierten Namen Clivia miniata, als früheren Namen Imantophyllum miniatum und als gebräuchliche Namen unter anderem Bush Lily, Clivia Lily, Flame Lily, Natal Lily und September Lily.

Zwei Angaben bestimmen diese Seite, und beide stehen so in den Quellen: Die ASPCA stuft die Art als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein, und die NC State Extension nennt als Bedingung für die Blüte eine Ruhephase von ein bis zwei Monaten mit Nachttemperaturen unter 10 °C.

Zwei Schreibweisen, eine Art

Die NC State Extension schreibt Clivia miniata. Die ASPCA schreibt in ihrem Eintrag Clivia minata, ohne das i in der zweiten Silbe. Diese Seite gibt die ASPCA mit ihrer eigenen Schreibweise wieder und korrigiert sie nicht stillschweigend: Sonst wäre nicht mehr nachvollziehbar, was im Eintrag tatsächlich steht. Gemeint ist dieselbe Art.

Der hier ausgewertete Eintrag der ASPCA trägt den Titel Kaffir Lily; unter der Adresse …/clivia führt die ASPCA keinen Eintrag.

Giftigkeit und Haustiere

Dies ist eine giftige Pflanze, und die beiden Quellen sagen dazu dasselbe.

Die ASPCA stuft die Art als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Giftstoff nennt sie Lycorin und weitere Alkaloide. Dieselben Giftstoffe nennt die NC State Extension, und beide Quellen führen als Anzeichen denselben Satz:

Erbrechen, Speichelfluss (im Eintrag steht salvation), Durchfall; große aufgenommene Mengen verursachen Krämpfe, niedrigen Blutdruck, Zittern und Herzrhythmusstörungen. Zwiebeln sind der giftigste Teil.

Die NC State Extension gibt zusätzlich zwei Einordnungen an, und beide stehen in ihrem Abschnitt zur Giftigkeit für den Menschen: Schweregrad niedrig, und Kontaktdermatitis: nein. Eine Bewertung für Tiere ist dieser Abschnitt nicht.

Ein Punkt in der NC State Extension ist in sich uneinheitlich, und diese Seite gleicht ihn nicht an. Der Anzeichen-Satz sagt, die Zwiebeln seien der giftigste Teil. Das Feld betroffener Pflanzenteil derselben Quelle listet dagegen Blüten, Früchte, Blätter, Wurzeln, Samen und Stängel auf, und die Zwiebel steht dort nicht. Beide Angaben stehen so in derselben Quelle. Diese Seite gibt sie nebeneinander wieder und macht daraus weder ein alles inklusive Zwiebel noch eine Rangfolge, die dort nicht steht.

Die ASPCA macht keine Schweregradangabe. Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Für Haustiere sicher? der Eintrag Giftig; er stützt sich auf die ASPCA.

Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse; bei bedrohlichen Anzeichen wählen Sie den Notruf 112. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Licht

Die NC State Extension ordnet Clivia miniata zwei Lichtstufen zu: geflecktes Sonnenlicht (in der Quelle Dappled Sunlight, also Schatten durch ein Kronendach über den ganzen Tag) und Halbschatten (zwei bis sechs Stunden direkte Sonne am Tag). Für die Haltung im Haus wird dieselbe Quelle konkreter: Morgensonne ist am besten.

Für die Wohnung heißt das ein Ostfenster, an dem die Sonne früh ankommt und die Mittagssonne nicht; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website, die Quelle nennt keine Fensterlage.

Der Pflanzensteckbrief über diesem Text sagt bei Licht Mittel, und das deckt sich mit den beiden Stufen der Quelle. Wie Sie einen dunklen Standort einordnen, steht auf der Seite Wenig Licht; was ein zu heller Platz an Blättern anrichtet, behandelt die Seite Sonnenbrand an Blättern.

Gießen

Die NC State Extension nennt für diese Art keinen Gießabstand in Tagen. Sie beschreibt die Art als trockenheitsverträglich und gibt als Bodenverhältnisse guten Wasserabzug und gelegentlich trocken an. Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Wasserbedarf entsprechend Wenig.

Zum Wie macht dieselbe Quelle zwei Angaben: Gießen Sie früh am Tag und sorgen Sie für gute Luftzirkulation. Einen Grund nennt sie an dieser Stelle nicht dazu, und diese Seite trägt keinen nach.

Zwei Schäden nennt dieselbe Quelle dagegen mit ihrer Ursache:

  • Zu viel Wasser kann Fäule am Blattansatz verursachen (in der Quelle crown rot).
  • Gießen über die Pflanze hinweg kann Blattkrankheiten wie Rost auslösen.

Aus der zweiten Angabe folgt die praktische Regel: Gießen Sie auf die Erde, nicht über die Pflanze. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen und den Topf nicht im Wasser stehen; ein Abzugsloch ist die Voraussetzung dafür. Das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Zur Wasserhärte nennen die hier ausgewerteten Quellen für diese Art nichts. Für Zimmerpflanzen allgemein nennt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau bei Eisenmangel, also gelben jungen Blättern mit grün bleibenden Adern, Regenwasser statt kalkhaltigem Gießwasser. Wie hart Ihr Wasser ist, erfahren Sie bei Ihren Stadtwerken; angegeben wird die Härte in Grad deutscher Härte (°dH), und der DVGW erläutert die Bereiche weich, mittel und hart nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz.

Ruhephase: die Bedingung für die Blüte

Dies ist die Angabe, um die es bei dieser Pflanze geht, und sie steht in der Quelle mit Zahl.

Die NC State Extension schreibt, die Pflanze blühe am besten, wenn sie eine Ruhephase von ein bis zwei Monaten mit Nachttemperaturen unter 10 °C bekommt; die Quelle schreibt unter 50 Grad Fahrenheit.

Das ist die einzige Blütenbedingung, die die hier ausgewerteten Quellen für diese Art nennen. Ein Mindestalter, eine Topfgröße und ein Gießfehler als Grund für einen kurzen Blütenstiel stehen dort nicht, und diese Seite nennt sie deshalb auch nicht, so oft sie anderswo auch zu lesen sind.

Praktisch ist die Zahl in einer deutschen Wohnung der schwierige Teil, denn unter 10 °C in der Nacht liefert ein beheiztes Wohnzimmer nicht. Infrage kommen ein unbeheiztes Schlafzimmer, ein kühles Treppenhaus, ein heller Keller oder ein frostfreier Wintergarten. Die Quelle nennt keinen dieser Orte; welcher davon bei Ihnen die genannte Nachttemperatur erreicht, ist eine Frage an Ihre Wohnung und eine eigene Einschätzung dieser Website. Frost gehört nicht dazu: Die Quelle nennt eine Nachttemperatur unter 10 °C, keine untere Grenze, und diese Seite nennt deshalb auch keine.

Substrat und Topf

Die NC State Extension nennt als Bodenarten Ton, Lehm beziehungsweise Schluff und Sand, als pH-Wert sauer, neutral und alkalisch (also alle drei Bereiche) und als Bodenverhältnisse, wie oben, guten Wasserabzug und gelegentlich trocken.

Torffreie Blumenerde und Sand oder Perlit bekommen Sie im Baumarkt und im Gartencenter. Ein Mischungsverhältnis für diese Art nennt keine der hier ausgewerteten Quellen, und diese Seite nennt deshalb keines. Torffreie Erden trocknen schneller ab als torfhaltige; das passt zu dem gelegentlich trocken, das die Quelle für diese Art angibt.

Düngen

Für diese Art nennt keine der hier ausgewerteten Quellen einen Dünger, eine Menge oder einen Rhythmus, und diese Seite nennt deshalb nichts davon.

Im Winter wird nicht gedüngt; das Gartenbau-Wiki Hortipendium begründet das für Zimmerpflanzen allgemein damit, dass im Winter zu wenig Licht vorhanden ist. Was zu viel Dünger an der Erdoberfläche und an den Blatträndern hinterlässt, behandelt mit eigenen Quellen die Seite Düngersalz.

Wuchs, Größe und Vermehrung

Die NC State Extension nennt als Pflegeaufwand niedrig und als Wachstum langsam. Als Maße gibt dieselbe Quelle 45 bis 60 cm Höhe (in der Quelle 1 Fuß 6 Zoll bis 2 Fuß) und 60 bis 90 cm Breite (in der Quelle 2 bis 3 Fuß) an.

Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Schwierigkeit dagegen Mittel; dieser Eintrag stammt aus der artenübergreifenden Datenbasis dieser Website und ist in allen vier Sprachfassungen derselbe. Die beiden Einschätzungen gehen auseinander, und diese Seite gibt beide an.

Zur Vermehrung nennt die Quelle zwei Methoden: Teilung und Aussaat. Eine Anleitung dazu, also Zeitpunkt, Größe des abgetrennten Stücks oder Dauer bis zur ersten Blüte, steht dort nicht, und diese Seite gibt deshalb keine.

Häufige Probleme

Was Sie sehenWas die Quellen dazu sagen
weiße Polster, Schildchen oder Milben an Blättern und BlattansatzWollläuse, Schildläuse und Milben (NC State Extension, für diese Art)
Fäule im Blattansatz, Erde bleibt nassFäule am Blattansatz durch zu viel Wasser, in der Quelle crown rot (NC State Extension, für diese Art)
rostfarbene Flecken auf den BlätternBlattkrankheiten wie Rost nach Gießen über die Pflanze hinweg (NC State Extension, für diese Art)
jüngere Blätter gelb, Blattadern bleiben grünEisenmangel; Regenwasser statt kalkhaltigem Gießwasser (LWG, für Zimmerpflanzen allgemein)
angefressene Blüten bei Pflanzen, die draußen stehenSchnecken (NC State Extension, für diese Art im Freiland)

Zu den drei genannten Schädlingen führen die Seiten Wollläuse und Schildläuse weiter; für Milben allgemein und alles andere, was sich auf der Pflanze findet, ist die Seite Schädlinge an Zimmerpflanzen der Einstieg. Eine Beschreibung, woran Sie den jeweiligen Befall erkennen, gibt die Quelle für diese Art nicht; die verlinkten Seiten führen sie mit eigenen Quellen. Wenn Sie lieber vom Symptom aus vorgehen, hilft die Seite Diagnose; andere Ursachen für gelbe Blätter behandelt die Seite Gelbe Blätter.

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb. Diese Seite nennt keine Pflanzenschutzmittel und keine Dosierungen.

Sechs Punkte behauptet diese Seite bewusst nicht

  • Dass die Clivia dunkle Ecken verträgt oder eine der wenigen blühenden Pflanzen für dunkle Standorte sei. Die NC State Extension nennt geflecktes Sonnenlicht, Halbschatten mit zwei bis sechs Stunden direkter Sonne und Morgensonne als das Beste. Ein Vergleich dieser Art mit anderen blühenden Arten steht in den hier ausgewerteten Quellen nicht.
  • Ein Alter, ab dem die Pflanze zum ersten Mal blüht.
  • Dass ein enger Topf die Blüte fördert.
  • Eine Ursache dafür, dass der Blütenstiel kurz bleibt und zwischen den Blättern stecken bleibt.
  • Einen Dünger, eine Menge oder einen Rhythmus für diese Art.
  • Eine Angabe zur Luftfeuchtigkeit für diese Art. Die NC State Extension trägt dazu kein Feld, und diese Seite gibt deshalb keine Empfehlung.

Die mittleren vier Punkte haben denselben Grund: Für diese Art steht dazu nichts in den hier ausgewerteten Quellen.

Wo Sie die Pflanze bekommen

Die Clivia steht im Gartencenter und im Blumenladen, meist als mehrjährige Pflanze im gewachsenen Topf. Zwei Dinge lohnen den Blick beim Kauf, und beide folgen aus dem, was oben steht:

  • Der Platz für die Ruhephase. Er sollte feststehen, bevor die Pflanze einzieht: Ohne die Nachttemperaturen unter 10 °C nennt die NC State Extension keine Blüte, und ein durchgehend beheiztes Wohnzimmer liefert sie nicht.
  • Der Haushalt. Die ASPCA stuft die Art für Hunde, Katzen und Pferde als giftig ein. Ein Platz außerhalb der Reichweite von Tieren gehört zur Kaufentscheidung; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Verwandte Seiten auf dieser Website: Amaryllis-Pflege und Einblatt-Pflege. Eine Übersicht aller Arten finden Sie auf der Seite Pflanzen.

Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Häufige Fragen

Ist die Clivia für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Die ASPCA stuft die Art als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Giftstoff nennen beide hier ausgewerteten Quellen Lycorin und weitere Alkaloide. Als Anzeichen führen beide denselben Satz: Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall; bei großen aufgenommenen Mengen Krämpfe, niedriger Blutdruck, Zittern und Herzrhythmusstörungen. Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Warum blüht meine Clivia nicht?

Die NC State Extension nennt dafür eine Bedingung, und sie ist genau angegeben: Die Pflanze blüht am besten, wenn sie eine Ruhephase von ein bis zwei Monaten mit Nachttemperaturen unter 10 °C bekommt; die Quelle schreibt unter 50 Grad Fahrenheit. Das ist die einzige Blütenbedingung, die die hier ausgewerteten Quellen für diese Art nennen. Ein Mindestalter der Pflanze, eine Topfgröße oder ein Gießfehler als Grund werden dort nicht genannt, und diese Seite nennt sie deshalb auch nicht. In einer beheizten Wohnung ist die Nachttemperatur der schwierige Teil; infrage kommen ein unbeheiztes Schlafzimmer, ein kühles Treppenhaus, ein heller Keller oder ein frostfreier Wintergarten. Welcher Ort bei Ihnen die genannte Temperatur erreicht, ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Wie hell muss die Clivia stehen?

Die NC State Extension ordnet Clivia miniata dem gefleckten Sonnenlicht zu, also Schatten durch ein Kronendach über den ganzen Tag, sowie dem Halbschatten mit zwei bis sechs Stunden direkter Sonne am Tag. Für die Haltung im Haus schreibt dieselbe Quelle, dass Morgensonne am besten ist. Für die Wohnung heißt das ein Ostfenster; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website, die Quelle nennt keine Fensterlage. Im Steckbrief über diesem Text steht bei Licht der Eintrag Mittel.

Wie oft muss ich die Clivia gießen?

Die NC State Extension nennt keinen Abstand in Tagen. Sie beschreibt die Art als trockenheitsverträglich und gibt als Bodenverhältnisse guten Wasserabzug und gelegentlich trocken an. Zwei Angaben macht dieselbe Quelle zum Wie: Gießen Sie früh am Tag und sorgen Sie für gute Luftzirkulation; einen Grund nennt sie dazu an dieser Stelle nicht. Zwei Schäden nennt sie dagegen mit ihrer Ursache: Zu viel Wasser kann Fäule am Blattansatz verursachen, in der Quelle crown rot, und Gießen über die Pflanze hinweg kann Blattkrankheiten wie Rost auslösen. Im Steckbrief über diesem Text steht bei Wasserbedarf der Eintrag Wenig.

Heißt die Pflanze Clivia miniata oder Clivia minata?

Der akzeptierte Name ist Clivia miniata; so führt ihn die NC State Extension, die als früheren Namen Imantophyllum miniatum angibt. Die ASPCA schreibt in ihrem Eintrag Clivia minata, also ohne das i in der zweiten Silbe. Diese Seite zitiert die ASPCA mit ihrer eigenen Schreibweise und korrigiert sie nicht stillschweigend, weil sonst nicht mehr nachvollziehbar wäre, was im Eintrag tatsächlich steht. Gemeint ist in beiden Fällen dieselbe Art. Der hier ausgewertete Eintrag der ASPCA trägt den Titel Kaffir Lily.

Quellen