Chrysanthemen-Pflege (Chrysanthemum): Standort, Gießen, Giftigkeit
Von Foliasana · Aktualisiert: 8. September 2026
Die NC State Extension führt als akzeptierten Namen Chrysanthemum × morifolium und als frühere Namen Chrysanthemum morifolium und Dendranthema × grandiflorum. Als gebräuchliche Namen nennt sie unter anderem Autumn Mum, Florist’s Chrysanthemum, Garden Chrysanthemum, Garden Hardy Chrysanthemum, Garden Mum und Hardy Garden Mum.
Zwei Dinge bestimmen diese Seite. Das erste ist eine Einstufung: Die ASPCA führt die Gattung als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Das zweite ist eine Grenze, und sie steht gleich im nächsten Abschnitt.
Was diese Seite abdeckt, und was nicht
🔴 Beide Pflegequellen beschreiben eine Gartenpflanze, keine Zimmerpflanze. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern die Voraussetzung für alles Weitere:
- Die NC State Extension nennt als Licht volle Sonne, in ihrer eigenen Definition sechs oder mehr Stunden direkte Sonne am Tag, und führt die Art unter Namen wie Garden Mum und Hardy Garden Mum. Als Höhe gibt sie 30 bis 90 cm an (in der Quelle 1 bis 3 Fuß), als Breite 30 bis 60 cm (1 bis 2 Fuß).
- Die Royal Horticultural Society nennt einen warmen, geschützten, sonnigen Standort, eine Winterhärte bis mindestens minus 5 °C und schreibt, dass Jungpflanzen drinnen versorgt werden, bis sie groß genug zum Auspflanzen sind.
Eine Anleitung für die Zimmerkultur enthält keine der beiden Quellen, und diese Seite erfindet keine. Sie rechnet die Gartenangaben auch nicht in Wohnungsangaben um: ⚠ Die Werte minus 5 °C und 4 °C sind Angaben für den Garten und für die Überwinterung. Sie sind keine Zimmertemperaturen.
Was Sie hier finden, ist also: was die beiden Quellen zu Standort, Wasser, Boden, Dünger und Überwinterung sagen, und was die ASPCA und die NC State Extension zur Giftigkeit sagen. Was Sie hier nicht finden, ist eine Anleitung, wie die Pflanze auf einem Wohnzimmertisch weiterlebt.
Giftigkeit
Diese Pflanze ist giftig, und beide Quellen zur Giftigkeit sagen es, jede auf ihrer Seite.
Für Tiere. Die ASPCA stuft Chrysanthemum spp. als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Anzeichen nennt sie Erbrechen, Durchfall, vermehrten Speichelfluss, Koordinationsstörungen und Dermatitis.
Für Menschen. Die NC State Extension führt einen eigenen Abschnitt mit dem Schweregrad niedrig. Als Anzeichen nennt sie Magenbeschwerden und Erbrechen bei Verzehr, und: Kontakt mit dem Laub kann bei manchen Menschen leichte Hautausschläge auslösen. Kontaktdermatitis bejaht dieselbe Quelle, und als betroffene Pflanzenteile nennt sie Blätter, Wurzeln und Pflanzensaft.
⚠ Die Giftstoffe nennen beide Quellen, aber nicht in derselben Auflösung, und diese Seite verrechnet sie nicht:
| Quelle | genannte Stoffe |
|---|---|
| ASPCA | Sesquiterpene, Lactone, Pyrethrine und weitere mögliche Reizstoffe |
| NC State Extension | Alantolacton, ein Sesquiterpenlacton, Guaianolid, Pyrethrine und weitere mögliche Reizstoffe |
Gemeinsam ist beiden Listen der Eintrag Pyrethrine.
Beide Seiten der Einstufung nennen Hautreaktionen: die ASPCA Dermatitis bei Tieren, die NC State Extension Kontaktdermatitis und leichte Ausschläge beim Menschen. Wenn Sie die Pflanze zurückschneiden oder umtopfen, sind Handschuhe deshalb sinnvoll; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website, die Quellen schreiben keine Schutzmaßnahme vor.
Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Für Haustiere sicher? der Eintrag Giftig; er stützt sich auf die ASPCA.
Besteht der Verdacht, dass ein Tier davon gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse; bei bedrohlichen Anzeichen wählen Sie den Notruf 112. Mehr dazu auf der Seite Giftige Zimmerpflanzen.
⚠ Zwei Familiennamen, und diese Seite gleicht sie nicht an: Die NC State Extension ordnet die Art Asteraceae zu, die ASPCA schreibt Compositae. Beide Angaben stehen so in den Quellen.
Standort
Die NC State Extension nennt eine einzige Lichtstufe: volle Sonne, in ihrer eigenen Definition sechs oder mehr Stunden direkte Sonne am Tag. Eine zweite, schattigere Stufe trägt der Eintrag nicht. Die Royal Horticultural Society nennt dazu passend einen warmen, geschützten und sonnigen Standort.
Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Licht Direkte Sonne, und das deckt sich mit beiden Angaben.
Sechs Stunden direkte Sonne am Tag erreichen in einer Wohnung praktisch nur ein Südbalkon oder ein unverschattetes Südfenster; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website, die Quellen nennen keine Fensterlage.
Gießen
Die Royal Horticultural Society macht dazu die einzige Angabe unter den hier ausgewerteten Quellen, und sie nennt beide Fehlerrichtungen:
- Frisch gepflanzte Chrysanthemen in Beeten und in Töpfen brauchen während der Wachstumszeit regelmäßig Wasser.
- Die Erde oder das Substrat darf nie vollständig austrocknen.
- Zu viel Wasser ist ebenso zu vermeiden, denn die Pflanze verträgt staunasse Verhältnisse nicht.
Die NC State Extension trägt zum Gießen nichts ein; als Bodenverhältnisse nennt sie guten Wasserabzug und feucht, was in dieselbe Richtung zeigt wie der Satz der Royal Horticultural Society.
Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Wasserbedarf Mittel.
Boden
Die NC State Extension nennt als Bodenart hohen Anteil organischer Substanz, als Bodenverhältnisse guten Wasserabzug und feucht und als pH-Wert neutral (6,0 bis 8,0).
Torffreie Blumenerde bekommen Sie im Baumarkt und im Gartencenter. Torffreie Erden trocknen schneller ab als torfhaltige; das ist bei einer Pflanze, deren Substrat nach der Royal Horticultural Society nie vollständig austrocknen soll, ein Grund, häufiger zu prüfen.
Düngen
Hier nennt die Royal Horticultural Society als einzige Quelle ein Mittel, und sie unterscheidet zwei Phasen:
- Für Pflanzen im Topf: ein organischer flüssiger Seetangdünger.
- Während der Blüte: Wechsel auf einen kaliumbetonten Dünger, in der Quelle als Beispiel ein Tomatendünger.
Zu viel Dünger: Düngersalz.
Überwintern
Die Royal Horticultural Society nennt zwei Zahlen, und beide gehören zum Garten:
- Winterhärte: Die meisten winterharten Chrysanthemen überstehen Temperaturen bis mindestens minus 5 °C; die Quelle schreibt 23 Grad Fahrenheit.
- Überwinterung: frostfrei und hell, bei mindestens 4 °C.
⚠ Zwei Dinge sagen die Quellen dazu nicht. Erstens sagen sie nicht, ob eine einzelne gekaufte Topfpflanze winterhart ist; die Angabe gilt winterharten Chrysanthemen. Zweitens sagen sie nichts über eine Zimmertemperatur.
Welche Pflanzen im Winter ruhen, welche Werte dafür belegt sind und welcher Raum dafür infrage kommt, steht auf der Seite Überwintern.
Wuchs und Vermehrung
Die NC State Extension nennt als Pflegeaufwand mittel und als Wachstum schnell; im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Schwierigkeit ebenfalls Mittel. Die Maße stehen oben im Abschnitt zur Abgrenzung.
Zur Vermehrung nennt dieselbe Quelle zwei Methoden: Teilung und Stecklinge von Trieben.
Häufige Probleme
Beide Pflegequellen führen Listen, und sie sind nicht identisch. Diese Seite gibt sie getrennt wieder.
| Quelle | genannte Schädlinge | genannte Krankheiten |
|---|---|---|
| NC State Extension | Blattläuse, Thripse, Spinnmilben, Netzwanzen | Bakterienbrand, Echter Mehltau, Stängelfäule, Rost, Wurzelfäule, Verticillium-Welke, Blattfleckenkrankheit |
| Royal Horticultural Society | Nacktschnecken, Gehäuseschnecken, Blattläuse, Minierfliegen, Ohrwürmer, Weichwanzen, Rote Spinne | Weißer Rost, Echter Mehltau, Grauschimmel, Viren |
Um vom Symptom aus Schritt für Schritt zur Ursache zu kommen, können Sie das Diagnosewerkzeug für die Chrysantheme nutzen.
✅ Drei Einträge stehen in beiden Listen: die Blattläuse, die Spinnmilbe (bei der Royal Horticultural Society als Rote Spinne) und der Echte Mehltau.
⚠ Zwei Einträge sehen ähnlich aus, sind aber nicht derselbe Eintrag: Die NC State Extension nennt Rost, die Royal Horticultural Society Weißen Rost. Diese Seite zählt sie deshalb nicht zusammen; ob dieselbe Krankheit gemeint ist, schreibt keine der beiden Quellen.
Zu den Schädlingen führen die Seiten Blattläuse, Thripse und Spinnmilben weiter. Findet sich etwas anderes auf der Pflanze, ist die Seite Schädlinge an Zimmerpflanzen der Einstieg. Siehe auch Gelbe Blätter.
Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.
Wo Sie die Pflanze bekommen
Die Chrysantheme steht im Herbst im Gartencenter, im Baumarkt, beim Discounter und im Blumenladen, meist blühend im Topf. Zwei Dinge lohnen den Blick beim Kauf, und beide folgen aus dem, was oben steht:
- Der Platz. Sechs Stunden direkte Sonne am Tag ist die Angabe, an der sich der Standort entscheidet; ein Balkon oder ein Beet erfüllt sie eher als ein Wohnraum. Das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.
- Der Haushalt. Die ASPCA stuft die Gattung für Hunde, Katzen und Pferde als giftig ein, und die NC State Extension bejaht Kontaktdermatitis beim Menschen. Ein Platz außerhalb der Reichweite von Tieren und kleinen Kindern gehört deshalb zur Kaufentscheidung; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.
Verwandte Seiten auf dieser Website: Weihnachtsstern-Pflege und Flamingoblume-Pflege. Eine Übersicht aller Arten finden Sie auf der Seite Pflanzen.
Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.