Alokasie-Pflege: Licht, Gießen, Winterruhe und Giftigkeit

Alokasie (Alocasia) im weißen Topf, dunkelgrüne pfeilförmige Blätter mit hellen Adern
· Bild: Alocasia, Jardín De Neko / Pexels (Pexels) · Pexels

Aktualisiert: 13. August 2026

Pflanzensteckbrief
Licht Hell indirekt
Wasserbedarf Mittel
Schwierigkeit Anspruchsvoll
Für Haustiere sicher? Giftig

Die Alokasie (Alocasia), im Handel auch Pfeilblatt und nach dem englischen Namen der ASPCA Elefantenohr genannt, ist die Pflanze mit den großen, pfeilförmigen Blättern und den hellen Adern. Die Royal Horticultural Society führt für sie mehrere Punkte ausdrücklich als Problemquellen auf; diese Seite gibt die Liste weiter unten vollständig wieder.

Ein Hinweis vorweg, weil er den Platz betrifft: Die ASPCA führt Alocasia-Arten als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Die Einzelheiten stehen weiter unten.

Standort und Licht

Die Royal Horticultural Society ist hier knapp und eindeutig: heller Platz mit indirektem Licht. Dieselbe Quelle schreibt, dass starke Sonneneinstrahlung die Blätter verbrennen kann.

Für deutsche Wohnungen heißt das: Ost- und Westfenster sind der unkomplizierte Fall, am Südfenster gehört die Pflanze ein Stück in den Raum oder hinter einen leichten Vorhang. Wie Sie einen dunklen Standort einordnen, steht auf der Seite Wenig Licht; was ein zu heller Platz anrichtet, behandelt die Seite Sonnenbrand an Blättern.

Gießen

Hier ist die Angabe der Quelle jahreszeitlich geteilt, und der Unterschied ist der wichtigste Punkt dieser Seite.

  • April bis Oktober: Die Royal Horticultural Society rät, nach Bedarf zu gießen, sobald die obersten 5 cm des Substrats trocken geworden sind (die Quelle schreibt: 2 inches).
  • Winter: Wenn die Pflanze in die Ruhephase geht, rät dieselbe Quelle, das Gießen auf ein Minimum zu reduzieren.

Zu viel Wasser im Winter führt die Royal Horticultural Society ausdrücklich in ihrer Liste der Probleme auf, gemeinsam mit zu niedriger Luftfeuchtigkeit, Zugluft und Temperaturen unter 10 °C.

Das Gartenbau-Wiki Hortipendium nennt für Zimmerpflanzen allgemein die Folge einer Überversorgung: Wurzel- und Stängelfäule. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen und den Topf nicht im Wasser stehen.

Temperatur

Die Royal Horticultural Society nennt zwei Werte, einen für jede Jahreszeit:

  • Wachstumszeit: warm halten, über 16 °C (die Quelle schreibt: 60 °F), und vor kalter Zugluft schützen.
  • Winter: kühler und trockener, aber weiterhin über 10 °C (50 °F).

In einer deutschen Wohnung ist der Sommerwert kein Thema. Kritisch wird es im Winter an zwei Stellen, die beide in der Problemliste der Quelle stehen: der Zug eines gekippten Fensters und ein Platz, an dem es nachts unter 10 °C fällt, etwa in einem unbeheizten Zimmer oder hinter einem zugezogenen Vorhang.

Luftfeuchtigkeit

Die Royal Horticultural Society schreibt, dass Alokasien während der Wachstumszeit mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit mögen. Als Wege dorthin nennt dieselbe Quelle: den Topf auf feuchten Kies stellen, die Pflanze im Badezimmer aufstellen, die Blätter besprühen, Pflanzen gruppieren oder einen Luftbefeuchter verwenden.

Zwei dieser Wege bewertet diese Website anders als die Royal Horticultural Society, und das gehört hierher. Die Penn State Extension hält die Kies-Wasser-Schale für wirkungslos, weil die verdunstende Feuchte sich im ganzen Raum verteilt. Zum Besprühen schreibt dieselbe Quelle, dass es die Luftfeuchte nicht anhebt, weil das Wasser nach wenigen Minuten verdunstet ist. Darin folgt diese Website der Penn State Extension. Beides schadet nicht, aber verlassen Sie sich nicht darauf; wer die Luftfeuchte wirklich anheben will, erreicht mit den anderen genannten Wegen mehr. Der Vergleich der Maßnahmen steht auf der Seite Trockene Luft.

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit steht bei der Royal Horticultural Society in der Liste der Probleme. Für deutsche Wohnungen heißt das vor allem eines: Die Heizperiode von Oktober bis April ist die kritische Zeit.

Substrat und Umtopfen

Die Royal Horticultural Society nennt eine konkrete Mischung: torffreie Zimmerpflanzenerde, oder torffreie Universalerde mit grobem Splitt im Verhältnis etwa drei Teile Erde auf einen Teil Splitt.

Zum Umtopfen nennt dieselbe Quelle alle paar Jahre im Frühjahr, wenn die Wurzeln zu eng stehen, und einen Topf, der nur etwa 5 cm im Durchmesser größer ist (die Quelle schreibt: 2 inches).

Torffreie Erde und Splitt bekommen Sie im Baumarkt und im Gartencenter. Torffreie Erden trocknen schneller ab als torfhaltige; prüfen Sie die Erde daher etwas häufiger.

Düngen

Die Royal Horticultural Society nennt einen allgemeinen Flüssigdünger während der Wachstumszeit von April bis Oktober und verweist für Dosierung und Häufigkeit auf die Angaben der Packung. Diese Seite nennt deshalb weder eine Menge noch einen Rhythmus und auch keine Produktnamen.

Im Winter wird nicht gedüngt. Das Gartenbau-Wiki Hortipendium begründet das für Zimmerpflanzen allgemein damit, dass im Winter zu wenig Licht vorhanden ist.

Ein Zuviel erkennen Sie an einem eigenen Bild: Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nennt für einen zu hohen Salzgehalt durch Überdüngung braune Blattränder und einen trockenen weißen Belag auf der Substratoberfläche. Wie Sie das prüfen, steht auf der Seite Düngersalz.

Vermehrung

Die Royal Horticultural Society nennt zwei Wege, und beide gehen über die Pflanze selbst:

  • im Frühjahr die Ableger abtrennen, oder
  • im späten Frühjahr bis frühen Sommer die Rhizome teilen.

Die Teilstücke kommen nach derselben Quelle in ein grobkörniges, torffreies Substrat. Tragen Sie dabei Handschuhe; die Begründung steht im Abschnitt zur Giftigkeit.

Eine Vermehrung über Stecklinge im Wasserglas beschreibt die Quelle nicht, und diese Seite beschreibt sie deshalb auch nicht.

Giftigkeit

Die ASPCA führt Alocasia-Arten als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Als Wirkstoff nennt sie unlösliche Kalziumoxalate, als Anzeichen Reizung der Mundhöhle, Schmerzen und Schwellung von Mund, Zunge und Lippen, starken Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Das Erbrechen nimmt sie für Pferde ausdrücklich aus; diese Einschränkung steht so in der Quelle. Als weiteren gebräuchlichen Namen führt derselbe Eintrag Elephant’s Ear.

Stellen Sie die Pflanze außer Reichweite von Haustieren und Kindern auf, tragen Sie beim Teilen und Umtopfen Handschuhe und waschen Sie sich anschließend die Hände.

Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse; bei bedrohlichen Anzeichen wählen Sie den Notruf 112. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Häufige Probleme

Die Royal Horticultural Society führt für diese Pflanze vier Problemquellen ausdrücklich auf. Sie stehen hier zuerst, weil die Liste von der Quelle selbst stammt:

Was Sie sehen oder tunWas die Quellen dazu sagen
zu trockene LuftProblemquelle (Royal Horticultural Society)
zu viel Wasser im WinterProblemquelle (Royal Horticultural Society)
kalte ZugluftProblemquelle (Royal Horticultural Society)
Temperaturen unter 10 °CProblemquelle (Royal Horticultural Society)
Wurzeln und Stängel faulenÜberversorgung mit Wasser (Hortipendium, für Zimmerpflanzen allgemein)
braune Blattränder, trockener weißer Belag auf der Erdezu hoher Salzgehalt durch Überdüngung (LWG)
jüngere Blätter gelb, Blattadern bleiben grünEisenmangel; kein kalkhaltiges Gießwasser, sondern Regenwasser (LWG)

Vier Punkte behandelt diese Seite bewusst nicht:

  • Wie viele Blätter eine Alokasie in der Ruhephase verliert, beschreibt keine der hier ausgewerteten Quellen. Die Ruhephase selbst ist belegt, das Schadensbild nicht.
  • Guttation, also Wassertropfen an den Blattspitzen, und ihre Deutung als Zeichen für zu viel Wasser stehen in keiner der hier ausgewerteten Quellen.
  • Eine besondere Empfindlichkeit gegenüber der Wasserqualität kommt in keiner der hier ausgewerteten Quellen für diese Art vor.
  • Spinnmilben als Folge trockener Luft nennt keine der hier ausgewerteten Quellen für diese Art. Trockene Luft steht dort als Problemquelle, ohne einen Schädling zu nennen.

Findet sich etwas auf der Pflanze, führt die Seite Schädlinge an Zimmerpflanzen weiter; feine Gespinste behandelt die Seite Spinnmilben. Andere Ursachen für gelbe Blätter behandelt die Seite Gelbe Blätter. Wenn Sie lieber vom Symptom aus vorgehen, hilft die Seite Diagnose.

Wo Sie die Pflanze bekommen

Die Alokasie steht im Gartencenter und in gut sortierten Baumärkten, oft unter einem Sortennamen wie Polly oder Zebrina und meist als kompakte Pflanze im kleinen Topf.

Zwei Dinge lohnen den Blick beim Kauf:

  • Der Zeitpunkt. Die Quelle beschreibt eine Ruhephase im Winter und rät dann zu kühleren, trockeneren Bedingungen. Eine Pflanze, die Sie im Hochwinter kaufen, kommt also in eine Phase, in der sie ohnehin nicht wächst; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.
  • Der Transport. Die Quelle nennt Temperaturen unter 10 °C und kalte Zugluft als Problem; an einem Frosttag gehört die Pflanze eingepackt.

Was für die verwandten Aronstabgewächse gilt, steht auf den Seiten Dieffenbachie-Pflege und Philodendron-Pflege. Welche Art wie viel Licht braucht, steht im Steckbrief auf der Seite Pflanzen.

Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Häufige Fragen

Wie oft gießt man eine Alokasie?

Nach der Erde, und im Winter deutlich seltener. Die Royal Horticultural Society rät, von April bis Oktober nach Bedarf zu gießen, sobald die obersten 5 cm des Substrats trocken geworden sind. Für den Winter, wenn die Pflanze in die Ruhephase geht, rät dieselbe Quelle, das Gießen auf ein Minimum zu reduzieren. Zu viel Wasser im Winter führt dieselbe Quelle ausdrücklich als Problem auf.

Meine Alokasie hat im Winter Blätter verloren. Ist sie tot?

Nicht unbedingt. Die Royal Horticultural Society beschreibt für den Winter eine Ruhephase und rät für diese Zeit zu kühleren und trockeneren Bedingungen, aber weiterhin über 10 Grad Celsius, sowie zu einem Gießen auf ein Minimum. Wie viele Blätter eine Pflanze dabei verliert, beschreibt die Quelle nicht; diese Seite nennt dafür deshalb kein Merkmal. Halten Sie sich an die genannten Bedingungen und warten Sie das Frühjahr ab.

Wie viel Licht braucht die Alokasie?

Hell, aber ohne direkte Sonne. Die Royal Horticultural Society rät, die Pflanze an einen hellen Platz mit indirektem Licht zu stellen, und schreibt, dass starke Sonneneinstrahlung die Blätter verbrennen kann.

Ist die Alokasie für Katzen und Hunde giftig?

Ja, und für Pferde ebenfalls. Die ASPCA führt Alocasia-Arten als giftig für Hunde, Katzen und Pferde und nennt als Wirkstoff unlösliche Kalziumoxalate. Als Anzeichen nennt sie Reizung der Mundhöhle, Schmerzen und Schwellung von Mund, Zunge und Lippen, starken Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden; das Erbrechen nimmt sie für Pferde ausdrücklich aus. Stellen Sie die Pflanze außer Reichweite. Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Wie vermehrt man eine Alokasie?

Durch Teilung, nicht über ein Wasserglas. Die Royal Horticultural Society nennt zwei Wege: im Frühjahr die Ableger abtrennen oder im späten Frühjahr bis frühen Sommer die Rhizome teilen. Die Teilstücke kommen nach derselben Quelle in ein grobkörniges, torffreies Substrat. Eine Vermehrung über Stecklinge im Wasser beschreibt die Quelle nicht.

Quellen