Purpurtute (Syngonium podophyllum): Probleme erkennen
Wo zeigt sich das Problem? Wählen Sie zuerst den Bereich, dann das Symptom. (Tragen Sie bei der Arbeit an der Pflanze Handschuhe: Die NC State Extension setzt für diese Art das Feld Kontaktdermatitis auf Ja. Hinweis: Dieselbe Quelle gibt den Giftigkeitsgrad dieser Art als MITTEL an; der des Philodendrons aus derselben Familie ist niedrig, die beiden Pflanzen sind darin nicht gleich.) Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.
Alle möglichen Ursachen
Sie können auch direkt zu einer Ursache springen.
- Zu viel Wasser / Wurzelfäule
- Zu wenig Wasser
- Zu wenig Licht (Farbverlust, kümmerlicher Wuchs)
- Natürliches Vergilben unterer Blätter (kein Problem)
- Sonnenbrand (direkte Sonne)
- Braun werdende Blattspitzen und Luftfeuchtigkeit
- Zu viel Dünger / Salz (braun werdende Spitzen)
- Wasserqualität (braun werdende Spitzen)
- Vergeilen / Verkahlen (auseinanderfallende Triebe)
- Veränderte Blattform (kein Problem)
- Kälteschaden
- Schädlinge (Wollläuse / Spinnmilben / Trauermücken)
Standort-Hinweis: ⚠ Im Eintrag der NC State Extension zu dieser Art steht weder eine Spanne für die Raumtemperatur noch ein Wert für die Luftfeuchtigkeit; diese Seite nennt beides nicht. Was dieselbe Quelle angibt, ist dies: Licht gesprenkeltes Licht oder Halbschatten (2 bis 6 Stunden direkte Sonne am Tag), Erde feucht, Pflegeaufwand gering. Bei der Purpurtute gelten zwei praktische Regeln: Gießen Sie nicht zu viel und schützen Sie die Pflanze vor kalter Zugluft. Tragen Sie bei der Arbeit an der Pflanze Handschuhe: Derselbe Eintrag setzt das Feld Kontaktdermatitis auf Ja und nennt als giftigen Bestandteil Calciumoxalat-Kristalle. ⚠ Derselbe Eintrag gibt den Giftigkeitsgrad dieser Art als MITTEL an; der des Philodendrons aus derselben Familie ist niedrig.
Zu viel Wasser / Wurzelfäule
In dauerhaft nasser Erde faulen die Wurzeln; die Anzeichen sind vergilbende untere Blätter, weich werdende Triebe, säuerlich riechende Erde und Erschlaffen. Auch braun werdende Blattspitzen können mit falschem Gießen zusammenhängen.
Was Sie tun können
- Hören Sie mit dem Gießen auf; warten Sie, bis die oberen 2 bis 3 Zentimeter der Erde (im Winter tiefer) abgetrocknet sind. Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen.
- Sind die Wurzeln braun und weich, nehmen Sie die Pflanze heraus, schneiden Sie die faulen Wurzeln mit einem sauberen Werkzeug ab (tragen Sie Handschuhe) und setzen Sie sie in frische, gut abziehende Erde. Feste Triebe können Sie im Wasser bewurzeln und neu anfangen.
- Nehmen Sie einen Topf mit Abzugsloch, der nicht übermäßig groß ist.
Zu wenig Wasser
Trocknet die Erde zu stark aus, erschlaffen die Blätter und rollen sich ein. Die NC State Extension will für diese Art feuchte Erde.
Was Sie tun können
- Durchfeuchten Sie die Erde gründlich mit reichlich Wasser und gießen Sie den Überschuss ab; die Pflanze erholt sich meist innerhalb weniger Stunden.
- Gießen Sie danach regelmäßig, sobald die oberen 2 bis 3 Zentimeter der Erde abgetrocknet sind.
- Kommt das Erschlaffen zusammen mit nasser Erde vor, ist es nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser oder bereits Fäule; sehen Sie sich Erde und Triebe an.
Zu wenig Licht (Farbverlust, kümmerlicher Wuchs)
Die NC State Extension nennt für diese Art gesprenkeltes Licht oder Halbschatten (2 bis 6 Stunden direkte Sonne am Tag). An einem sehr dunklen Platz wird die Pflanze langsam und kümmerlich. ⚠ Dass zu wenig Licht bei panaschierten Sorten die Farbe verschwinden lässt, steht in den Quellen nicht; diese Seite stellt diesen Zusammenhang nicht auf.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze an einen helleren Platz mit indirektem Licht; meiden Sie die direkte Sonne.
- Drehen Sie den Topf hin und wieder, damit sie gleichmäßig wächst.
- Stimmt das Licht wieder, kommen die neuen Blätter kräftiger nach; bereits ausgeblichene alte Blätter bekommen ihre Farbe unter Umständen nicht zurück.
Mehr dazu: Zu wenig Licht: Warum Pflanzen vergeilen und was hilft
Natürliches Vergilben unterer Blätter (kein Problem)
Dass hin und wieder das eine oder andere der untersten, ältesten Blätter vergilbt, ist normal; die Pflanze steckt ihre Kraft in den neuen Austrieb.
Was Sie tun können
- Vergilbt nur hin und wieder ein unteres oder altes Blatt und wirkt die Pflanze insgesamt kräftig, ist nichts zu tun.
- Nehmen Sie das vergilbte Blatt mit einem sauberen Werkzeug an der Basis ab (tragen Sie Handschuhe).
- Vergilben viele Blätter gleichzeitig und ist die Erde nass, ist das nicht natürlich; prüfen Sie dann, ob zu viel gegossen wurde.
Sonnenbrand (direkte Sonne)
Die Purpurtute ist für harte direkte Sonne nicht geeignet; die NC State Extension nennt für diese Art gesprenkeltes Licht bis Halbschatten. Starkes Licht hinterlässt auf den zarten Blättern helle oder braune, trockene Brandflecken.
Was Sie tun können
- Nehmen Sie die Pflanze aus der direkten Sonne und stellen Sie sie in helles, aber indirektes Licht, oder mildern Sie das Licht mit einem dünnen Vorhang.
- Gewöhnen Sie sie schrittweise an, wenn Sie sie aus dem Schatten in die Sonne stellen.
- Verbrannte Stellen kommen nicht zurück; ein stark geschädigtes Blatt können Sie mit einem sauberen Werkzeug abnehmen.
Mehr dazu: Sonnenbrand an Blättern: erkennen und vom Krankheitsfleck unterscheiden
Braun werdende Blattspitzen und Luftfeuchtigkeit
Sehr trockene Luft kann Blattspitzen und Blattränder braun werden lassen. Sehen Sie bei braunen Spitzen zuerst bei Wasserqualität, Düngersalzen und Gießrhythmus nach.
Was Sie tun können
- Schließen Sie zuerst andere Ursachen für braune Spitzen aus: Wasserqualität, in der Erde angesammelte Düngersalze und der Gießrhythmus.
- Halten Sie die Pflanze von trockener Heizungsluft fern. ⚠ Eine Schale mit nassen Kieseln empfiehlt diese Seite nicht: Die Seite Trockene Luft hält sie nach der Penn State Extension für die Raumluft für wirkungslos. Wollen Sie die Feuchte wirklich anheben, nehmen Sie einen Luftbefeuchter.
- Schneiden Sie die braune Spitze mit einer sauberen Schere ab.
Mehr dazu: Trockene Luft: Warum Blattspitzen vertrocknen und was wirklich hilft
Zu viel Dünger / Salz (braun werdende Spitzen)
Zu viel Dünger lässt Salze in der Erde zurück und verbrennt die Blattspitzen; auf der Erdoberfläche kann eine weiße Kruste sichtbar werden.
Was Sie tun können
- Hören Sie mit dem Düngen auf; lassen Sie einige Minuten sauberes Wasser durch den Topf laufen und die angesammelten Salze über das Abzugsloch ausspülen.
- Düngen Sie nur in der Wachstumszeit; im Winter gar nicht. ⚠ Eine Menge und einen Rhythmus für den Dünger nennen die Quellen nicht, und diese Seite nennt deshalb keine; halten Sie sich an die Angaben auf der Packung.
- Schneiden Sie die braune Spitze mit einer sauberen Schere ab.
Mehr dazu: Düngersalz im Topf: Warum Blattspitzen braun werden
Wasserqualität (braun werdende Spitzen)
Die Purpurtute kann auf Chlor und Mineralien im Leitungswasser empfindlich reagieren; das kann die Blattspitzen braun werden lassen. Fluorid ist für diese Art nicht belegt: Im Eintrag der NC State Extension zu Syngonium podophyllum kommt es nicht vor.
Was Sie tun können
- Leitungswasser 24 Stunden stehen zu lassen lässt nur das Chlor entweichen; die Mineralien bleiben im Wasser. Gehen Sie deshalb auf gefiltertes Wasser oder Regenwasser über.
- Lassen Sie hin und wieder reichlich sauberes Wasser durch den Topf laufen und die angesammelten Mineralien über das Abzugsloch ablaufen.
- Schneiden Sie die braune Spitze mit einer sauberen Schere ab.
Vergeilen / Verkahlen (auseinanderfallende Triebe)
Die Purpurtute wächst schnell und wird von Natur aus lang; bei zu wenig Licht stehen die Triebe noch weiter auseinander und werden kümmerlich. Das ist teils natürliches Wachstum, teils ein Lichtzeichen.
Was Sie tun können
- Für ein volleres Bild schneiden Sie die lang gewordenen Triebe zurück; die gesunden, mit Knoten versehenen Stücke können Sie im Wasser bewurzeln und in denselben Topf zurückstecken, damit die Pflanze dichter wird (tragen Sie Handschuhe).
- Geben Sie mehr Licht; lassen Sie die Pflanze an einem Moosstab oder einer Stütze klettern, dann werden die Blätter größer und die Haltung besser.
- Wollen Sie sie hängen lassen, ist das Verkahlen kein Problem; in einer Ampel wirkt sie so natürlich und elegant.
Veränderte Blattform (kein Problem)
Die jungen Blätter der Purpurtute sind pfeilspitzenförmig; wird die Pflanze älter, gehen die Blätter in eine stärker gelappte Form über. ⚠ Wann und unter welchen Bedingungen dieser Wechsel eintritt, geben die Quellen nicht an; diese Seite nennt weder einen Zeitpunkt noch eine Bedingung.
Was Sie tun können
- Dass die neuen Blätter eine andere Form haben, ist kein Problem; es ist nichts zu tun.
- Wollen Sie die junge Pfeilform erhalten, können Sie die Pflanze regelmäßig zurückschneiden und sie nicht klettern lassen, dann bleibt sie eher jugendlich.
- Sind Farbe und Kraft in Ordnung, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Kälteschaden
Kälte und Zugluft können bei den Blättern zu Erschlaffen, Dunkelwerden und Einrollen führen. ⚠ Im Eintrag der NC State Extension zu dieser Art steht keine Temperaturzahl; diese Seite nennt weder eine Untergrenze noch eine Spanne. Dass junge und ausgereifte Blätter unterschiedlich auf Kälte reagieren, steht in den Quellen ebenfalls nicht.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze weg von kaltem Fensterglas, von der Zugluft an der Tür und vom Luftstrom der Klimaanlage und halten Sie die Temperatur gleichmäßig.
- Das ist eine Zimmerpflanze; stellen Sie sie im Sommer nicht auf einen heißen Balkon und im Winter nicht an ein kaltes Fensterbrett.
- Nehmen Sie geschädigte Blätter mit einem sauberen Werkzeug ab; wird es wieder wärmer, kommt der neue Austrieb gesund nach.
Schädlinge (Wollläuse / Spinnmilben / Trauermücken)
An der Purpurtute treten watteartige weiße Nester in den Blattachseln (Wollläuse), feine Gespinste mit sprenkeliger Aufhellung (Spinnmilben, bei trockener Luft) und winzige Mücken über nasser Erde (Trauermücken) auf.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze getrennt von den anderen auf; kontrollieren Sie Blattunterseiten und Blattachseln regelmäßig.
- Wischen Sie die Blätter mit einem feuchten Tuch ab oder spülen Sie sie mit Wasser; nehmen Sie sichtbare Schädlinge vorsichtig herunter (tragen Sie Handschuhe).
- Erhöhen Sie gegen Spinnmilben die Luftfeuchtigkeit; gegen Trauermücken lassen Sie die obere Erdschicht abtrocknen.
- Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.
Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung
Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.
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Quellen
- NC State Extension · Syngonium podophyllum (gesprenkeltes Licht oder Halbschatten; feuchte Erde; Giftigkeitsgrad MITTEL; Kontaktdermatitis Ja; Calciumoxalat-Kristalle)
- ASPCA · Arrow-Head Vine / Syngonium (giftig für Katzen und Hunde, Calciumoxalat)
- Penn State Extension · Humidity and Houseplants (Besprühen und Kies-Schale wirkungslos)