Kalanchoe: Probleme erkennen

Wo zeigt sich das Problem? Wählen Sie zuerst den Bereich, dann das Symptom. (Das ist eine Sukkulente; die meisten Probleme haben mit zu viel Wasser, zu wenig Licht oder der Blüte zu tun. Hinweis: Die ASPCA stuft die Kalanchoe als giftig ein, halten Sie sie von Haustieren fern.) Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.

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Standort-Hinweis: Dieser Hinweis gilt für eine normale Wohnung mit viel hellem Licht; je nach Wohnung und Jahreszeit verschiebt er sich. ⚠ Zur Temperatur nennen die Quellen für diese Art einen EINZIGEN Wert: die Pflanze im Winter über 10 °C zu halten. ⚠ Zur Luftfeuchtigkeit sagen die Quellen zu dieser Art nichts. Bei der Kalanchoe gelten zwei praktische Regeln: Gießen Sie nicht zu viel (sie ist eine Sukkulente und will wenig Wasser) und geben Sie ihr viel Licht. Gießen Sie auf die Erde, nicht über Blätter und Blüten.

Zu viel Wasser / Wurzel- und Stammfäule

Als Sukkulente speichert die Kalanchoe Wasser in ihren Blättern; in dauerhaft nasser Erde faulen die Wurzeln und die Stammbasis. Das Gartenbau-Wiki Hortipendium nennt die Fäulnis ausdrücklich als Folge einer Überversorgung. ⚠ Dass weiche, glasig durchscheinende Blätter ein Erkennungsmerkmal der Wurzelfäule bei dieser Art seien, steht ebenfalls in keiner der Quellen; sehen Sie stattdessen auf die Nässe der Erde und die Stammbasis.

Was Sie tun können

  1. Hören Sie mit dem Gießen auf; warten Sie, bis der größte Teil der Erde gut abgetrocknet ist (im Winter länger). Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen und vermeiden Sie Staunässe.
  2. Ist das Weichwerden fortgeschritten, ist meist ein Blatt- oder Triebsteckling der beste Weg: Schnittfläche abtrocknen lassen und neu bewurzeln.
  3. Nehmen Sie eine gut abziehende Kakteen- und Sukkulentenerde und einen Topf mit Abzugsloch; gießen Sie auf die Erde und nicht über Blätter und Blüten.

Zu wenig Wasser (Schrumpeln)

Auch als Sukkulente schrumpeln die Blätter, werden dünn und kraftlos, wenn die Pflanze sehr lange ohne Wasser bleibt.

Was Sie tun können

  1. Durchfeuchten Sie die Erde gründlich mit reichlich Wasser und gießen Sie den Überschuss ab; die Blätter werden innerhalb weniger Tage wieder prall.
  2. Gießen Sie danach regelmäßig, sobald der größte Teil der Erde abgetrocknet ist; als Sukkulente soll die Erde abtrocknen, dauerhaft ohne Wasser bleiben soll sie aber nicht.
  3. Kommt das Schrumpeln zusammen mit weichen Blättern und nasser Erde vor, ist es nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser oder bereits Fäule; sehen Sie sich Erde und Blattgewebe an.

Zu wenig Licht (Vergeilung und keine Blüte)

Die Kalanchoe will viel Licht; an einem dunklen Platz streckt sie sich zum Licht und wird schwach (Vergeilung), die Blätter werden blass, und sie blüht nicht.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen Platz, an dem sie einige Stunden Morgen- oder Abendsonne bekommt; schützen Sie sie vor dem harten Licht der sommerlichen Mittagssonne.
  2. Drehen Sie den Topf regelmäßig, damit sie sich gleichmäßig entwickelt und sich nicht zu einer Seite neigt.
  3. Lang gezogene, schwache Triebe können Sie zurückschneiden, um die Pflanze wieder in Form zu bringen; die gesunden Abschnitte lassen sich bewurzeln.

Mehr dazu: Zu wenig Licht: Warum Pflanzen vergeilen und was hilft

Sie blüht nicht erneut (dafür braucht sie etwas Bestimmtes)

Die Kalanchoe ist eine Kurztagpflanze: Um Knospen anzulegen, braucht sie kurze Tage und lange Nächte. ⚠ Wie man das zu Hause nachstellt, beschreiben die beiden Quellen UNTERSCHIEDLICH, und diese Seite mischt sie nicht: BBC Gardeners' World nennt täglich nur acht bis neun Stunden Tageslicht über mindestens einen Monat, dazu sehr sparsames Gießen. Die NC State Extension nennt täglich sechs bis acht Stunden helles Licht und im Herbst und Winter 14 Stunden völlige Dunkelheit am Tag über mindestens sechs Wochen. Folgen Sie einer der beiden Angaben ganz, statt sie zu vermischen.

Was Sie tun können

  1. Wählen Sie ein Vorgehen und bleiben Sie dabei. NC State Extension: täglich sechs bis acht Stunden helles Licht, im Herbst und Winter 14 Stunden völlige Dunkelheit am Tag, mindestens sechs Wochen. BBC Gardeners' World: täglich acht bis neun Stunden Tageslicht, mindestens einen Monat, sehr sparsam gießen.
  2. Gießen Sie in dieser Zeit weniger und halten Sie die Pflanze kühl; sind die Knospen zu sehen, kehren Sie zur normalen Pflege zurück.
  3. Wenn Ihnen dieser Aufwand zu groß ist, können Sie die Pflanze auch einfach wegen ihrer grünen Blätter behalten oder sich eine neue blühende Kalanchoe holen; die meisten machen es so.

Verwelkende Blüten (zum Teil natürlich)

Blüten halten eine gewisse Zeit und verwelken dann; das ist natürlich. Ein frühes und flächiges Verwelken geht dagegen meist auf zu wenig Licht, zu viel Wasser oder eine zu warme, stickige Umgebung zurück.

Was Sie tun können

  1. Schneiden Sie verwelkte Blüten sauber heraus; das entlastet die Pflanze und lenkt ihre Kraft in den neuen Austrieb.
  2. Sorgen Sie für viel Licht und eine luftige, kühle Umgebung; gießen Sie auf die Erde und nicht über die Blüten.
  3. Halten Sie die Pflanze für eine längere Blütezeit von der direkten Nähe einer Heizung und von der harten Mittagssonne fern.

Sonnenbrand (Mittagssonne im Sommer)

Die Kalanchoe mag viel Licht, die schärfsten Stunden der sommerlichen Mittagssonne können auf den fleischigen Blättern aber helle oder braune Brandstellen hinterlassen.

Was Sie tun können

  1. Schützen Sie die Pflanze in den Mittagsstunden des Sommers vor der harten direkten Sonne (dünner Vorhang oder etwas abrücken); Morgen- und Abendsonne sind kein Problem.
  2. Gewöhnen Sie sie schrittweise an, wenn Sie sie aus dem Schatten in starke Sonne stellen.
  3. Verbrannte Stellen kommen nicht zurück; ein stark geschädigtes Blatt können Sie sauber abnehmen.

Mehr dazu: Sonnenbrand an Blättern: erkennen und vom Krankheitsfleck unterscheiden

Natürliches Vergilben der unteren Blätter (kein Problem)

Dass hin und wieder ein oder zwei der untersten, ältesten Blätter vergilben, ist normal; die Pflanze steckt ihre Kraft in den neuen Austrieb.

Was Sie tun können

  1. Vergilbt nur hin und wieder ein altes Blatt ganz unten und wirkt die Pflanze insgesamt kräftig, ist nichts zu tun.
  2. Das vergilbte Blatt können Sie sauber abnehmen.
  3. Werden viele Blätter gleichzeitig weich und gelb und ist die Erde nass, ist das nicht natürlich; prüfen Sie dann, ob zu viel gegossen wurde.

Mehr dazu: Gelbe Blätter: Wann es normal ist und wann nicht

Schädlinge (Wollläuse / Schildläuse)

An der Kalanchoe können watteartige weiße Nester (Wollläuse, an den Blattansätzen) und klebrige Rückstände hinterlassende Schildläuse auftreten; bei trockener Luft auch Spinnmilben.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze getrennt von den anderen auf; kontrollieren Sie Blattansätze und Unterseiten regelmäßig.
  2. Nehmen Sie sichtbare Schädlinge vorsichtig herunter; wischen Sie die Blätter mit einem feuchten Tuch ab (lassen Sie sie als Sukkulente nicht nass stehen).
  3. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.

Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.

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Quellen