Glücksbambus (Dracaena sanderiana): Probleme erkennen

Wo zeigt sich das Problem? Wählen Sie zuerst den Bereich, dann das Symptom. (Diese Pflanze wird meist im Wasser gezogen; die meisten Probleme haben mit der Wasserqualität, mit dem Licht oder damit zu tun, dass das Wasser nicht gewechselt wird.) Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.

1) In welchem Bereich liegt das Problem?

Alle möglichen Ursachen

Sie können auch direkt zu einer Ursache springen.

Standort-Hinweis: Dieser Hinweis gilt für eine normale Wohnung mit hellem, indirektem Licht; je nach Wohnung und Jahreszeit verschiebt er sich. Was die Quelle angibt, ist dies: Licht von gesprenkeltem Licht bis tiefem Schatten, langsame Wuchsgeschwindigkeit, chlorfreies Wasser und ein wöchentlicher Wasserwechsel. Beim Glücksbambus machen drei Dinge Probleme: Fluorid im Leitungswasser (nach dem Gattungseintrag vergilben die Blattspitzen), direkte Sonne (das Blatt verbrennt) und nicht gewechseltes, abgestandenes Wasser (Wurzeln und Halm faulen). Gegen Chlor reicht es, das Wasser stehen zu lassen: Aus stehendem Wasser entweicht das Chlor. Fluorid entweicht dagegen nicht, es bleibt als Ion im Wasser; nehmen Sie gegen Fluorid destilliertes, fluoridfreies Wasser oder Regenwasser.

Wasserqualität (Chlor und Fluorid)

Die Wasserqualität stützt sich bei dieser Pflanze auf zwei getrennte institutionelle Einträge, und die beiden sprechen von verschiedenen Stoffen. Der Arteintrag der NC State Extension (Dracaena sanderiana) schreibt, dass die Pflanze in CHLORFREIEM Wasser gezogen werden kann, und verlangt, das Wasser WÖCHENTLICH zu wechseln. Der Gattungseintrag derselben Einrichtung schreibt, dass die meisten Dracaena empfindlich auf FLUORID reagieren und sich das an vergilbenden Blattspitzen und Blatträndern zeigt.

Was Sie tun können

  1. Gegen Chlor hilft es, das Wasser über Nacht offen stehen zu lassen: Aus stehendem Wasser entweicht das Chlor. ⚠ Fluorid entweicht dagegen nicht, es bleibt als Ion im Wasser. Nehmen Sie gegen Fluorid destilliertes, fluoridfreies Wasser oder Regenwasser.
  2. Wechseln Sie das Wasser im Gefäß wöchentlich; der Arteintrag der NC State Extension nennt den wöchentlichen Wechsel ausdrücklich.
  3. Braun gewordene Spitzen können Sie mit einer sauberen Schere nachschneiden; der neue Austrieb kommt mit sauberem Wasser gesund nach.

Nicht gewechseltes, altes Wasser

Wird das Wasser tagelang nicht gewechselt, trübt es ein, riecht, und die Wurzeln darin bekommen zu wenig Sauerstoff und werden schwach; die Blätter vergilben. Altes Wasser bereitet außerdem Fäule und Algen den Boden.

Was Sie tun können

  1. Gießen Sie das Wasser vollständig ab, spülen Sie Gefäß und Kiesel mit sauberem Wasser aus und füllen Sie chlorfreies Wasser ein; gegen die Fluoridempfindlichkeit nehmen Sie destilliertes, fluoridfreies Wasser oder Regenwasser.
  2. Wechseln Sie das Wasser danach wöchentlich; das ist der Abstand, den der Arteintrag der NC State Extension nennt.
  3. Sind die Wurzeln braun und schleimig, hat die Fäule begonnen; schneiden Sie die faulen Teile mit einem sauberen Werkzeug ab und wechseln Sie das Wasser häufiger.

Wurzel- oder Stammfäule

Nicht gewechseltes Wasser, ein zu tief eingesetzter Halm oder zu viel Wasser in der Erde führen zu Wurzel- und Stammfäule; die Anzeichen sind ein von unten beginnendes Weichwerden, Dunkelwerden und ein schlechter Geruch. Die NC State Extension schreibt, dass zu viel Wasser die Blätter vergilben und die Stängel faulen lassen kann.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie die Pflanze heraus und sehen Sie sich Wurzeln und Halmbasis an. Schneiden Sie braune, weiche, riechende Teile mit einem sauberen (mit Alkohol abgewischten) Werkzeug bis ins gesunde Gewebe zurück.
  2. Reinigen Sie Gefäß und Kiesel gründlich und setzen Sie die Pflanze in chlorfreies Wasser neu an (gegen Fluorid destilliertes, fluoridfreies Wasser oder Regenwasser); setzen Sie den Halm nicht zu tief, nur die Wurzeln sollen im Wasser stehen.
  3. Ist der Halm größtenteils weich geworden, lässt sich dieser Trieb schwer retten; Sie können ein gesundes oberes Stück abschneiden und im Wasser neu bewurzeln.

Sonnenbrand (direkte Sonne)

Der Glücksbambus ist für direkte Sonne nicht geeignet; die NC State Extension nennt für diese Art gesprenkeltes Licht (den ganzen Tag durch das Kronendach gefiltert) bis tiefen Schatten (weniger als 2 Stunden direkte Sonne am Tag). Starkes Licht hinterlässt an Blättern und Halm blasse, gelbe oder braune Brandstellen.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie die Pflanze aus der direkten Sonne und stellen Sie sie in helles, aber indirektes Licht, oder mildern Sie das Licht mit einem dünnen Vorhang.
  2. Gewöhnen Sie sie schrittweise an, wenn Sie sie aus dem Schatten in die Sonne stellen.
  3. Verbrannte Stellen kommen nicht zurück; ein stark geschädigtes Blatt können Sie sauber abnehmen.

Mehr dazu: Sonnenbrand an Blättern: erkennen und vom Krankheitsfleck unterscheiden

Zu wenig Licht (Blasswerden und dünner Wuchs)

Der Glücksbambus kommt mit wenig Licht zurecht; die NC State Extension nennt für diese Art tiefen Schatten (weniger als 2 Stunden direkte Sonne am Tag). An einem sehr dunklen Platz wird der Halm dennoch dünn, die Blätter werden blass und der Wuchs verlangsamt sich; dieselbe Quelle gibt die Wuchsgeschwindigkeit ohnehin als langsam an.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze an einen helleren Platz mit indirektem Licht; meiden Sie direkte Sonne.
  2. Drehen Sie das Gefäß hin und wieder, damit sie sich gleichmäßig entwickelt.
  3. Stimmt das Licht wieder, kommt der neue Austrieb kräftiger nach.

Mehr dazu: Zu wenig Licht: Warum Pflanzen vergeilen und was hilft

Trockene Luft (braun werdende Spitzen)

Sehr trockene Luft (vor allem die Heizungsluft im Winter) kann die Blattspitzen braun werden lassen.

Was Sie tun können

  1. Halten Sie die Pflanze von trockener Heizungsluft und von Zugluft fern.
  2. ⚠ Eine Schale mit Wasser danebenzustellen empfiehlt diese Seite nicht: Die Seite Trockene Luft hält Kies-Schale und Besprühen nach der Penn State Extension für die Raumluft für wirkungslos. Wollen Sie die Raumfeuchte wirklich anheben, nehmen Sie einen Luftbefeuchter.
  3. Braun gewordene Spitzen können Sie mit einer sauberen Schere abschneiden.

Mehr dazu: Trockene Luft: Warum Blattspitzen vertrocknen und was wirklich hilft

Zu viel Nährstoff / Dünger (braun werdende Spitzen)

Zu viel Nährstoff kann die Blattspitzen verbrennen und die Algenbildung im Wasser verstärken.

Was Sie tun können

  1. Hören Sie mit dem Düngen auf; wechseln Sie das Wasser vollständig und spülen Sie das Gefäß mit sauberem Wasser aus.
  2. Düngen Sie nur in der Wachstumszeit. ⚠ Eine Menge und einen Rhythmus für den Dünger nennen die Quellen nicht, und diese Seite nennt deshalb keine; halten Sie sich an die Angaben auf der Packung.
  3. Braun gewordene Spitzen können Sie mit einer sauberen Schere abschneiden.

Mehr dazu: Düngersalz im Topf: Warum Blattspitzen braun werden

Algen im Gefäß

Licht und Nährstoffe lassen im stehenden Wasser grüne Algen entstehen. Sie sind harmlos, machen das Gefäß aber unansehnlich und verderben das Wasser. Weil der Glücksbambus im Wasser steht, kommen Algen häufig vor.

Was Sie tun können

  1. Gießen Sie das Wasser ab, reinigen Sie Gefäß und Kiesel gründlich und füllen Sie frisches Wasser ein.
  2. Steht ein durchsichtiges Gefäß in der direkten Sonne, stellen Sie es an einen Platz mit weniger Licht; geben Sie weniger Nährstoff.
  3. Ein mattes statt eines durchsichtigen Gefäßes hält das Licht ab; ⚠ da die Quellen die Wirkung nicht messen, nennt diese Seite dazu keine Angabe.

Natürliches Vergilben unterer Blätter (kein Problem)

Dass hin und wieder das eine oder andere der untersten, ältesten Blätter vergilbt, ist normal; die Pflanze steckt ihre Kraft in den neuen Austrieb.

Was Sie tun können

  1. Vergilbt nur hin und wieder ein altes Blatt und wirkt die Pflanze insgesamt kräftig, ist nichts zu tun.
  2. Nehmen Sie das vergilbte Blatt vorsichtig ab.
  3. Vergilben viele Blätter oder ganze Halme gleichzeitig, ist das nicht natürlich; prüfen Sie dann Wasserqualität, Sonne und Fäule.

Mehr dazu: Gelbe Blätter: Wann es normal ist und wann nicht

Schädlinge (Wollläuse / Spinnmilben)

Am Glücksbambus können watteartige weiße Nester (Wollläuse) und bei trockener Luft feine Gespinste mit sprenkeliger Aufhellung (Spinnmilben) auftreten. ⚠ Im Eintrag der NC State Extension zu dieser Art gibt es keine Rubrik zu Schädlingen; diese Seite gibt deshalb weder eine artspezifische Schädlingsliste noch eine Rangfolge.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze getrennt von den anderen auf; kontrollieren Sie Halme und Blätter regelmäßig.
  2. Wischen Sie Blätter und Halme mit einem feuchten Tuch ab; nehmen Sie sichtbare Schädlinge vorsichtig herunter.
  3. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.

Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.

← Glücksbambus-Pflege (Dracaena sanderiana): Wasser, Licht, Haustiere

Quellen