Efeutute (Epipremnum aureum): Probleme erkennen

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Standort-Hinweis: Die Clemson Extension nennt für diese Pflanze einen warmen Raum mit etwa 21 bis 29 °C tagsüber und 15 bis 21 °C nachts. Luftfeuchtigkeit: Dieselbe Quelle nennt 50 bis 70 Prozent als bevorzugten Bereich, hält aber ausdrücklich fest, dass die Pflanze die übliche Raumluftfeuchte von 30 bis 60 Prozent verträgt; in einer normalen Wohnung braucht es in der Regel keinen Luftbefeuchter. Licht: helles indirektes Licht wird bevorzugt, schwächeres Licht vertragen, aber panaschierte Sorten verlieren bei schwächerem Licht ihre Färbung. Gießen: die Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen lassen und dann so durchdringend gießen, dass das Wasser alle Wurzeln erreicht; im Winter seltener, nie im Wasser stehen lassen.

Zu viel Wasser / Wurzelfäule

Die Clemson Extension nennt die Wurzelfäule durch Überwässerung als typisches Problem dieser Pflanze und führt gelbe Blätter außerdem auf Überwässerung oder Nährstoffmangel zurück. In dauerhaft nasser Erde faulen die Wurzeln; die Triebe werden weich und gelb, und die Basis wird dunkel.

Was Sie tun können

  1. Hören Sie mit dem Gießen auf und warten Sie, bis die Erde abtrocknet. Lassen Sie sie nicht wieder im Wasser stehen. Die Clemson Extension schreibt, die Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen zu lassen und dann so durchdringend zu gießen, dass das Wasser alle Wurzeln erreicht; im Winter gießen Sie seltener und lassen die Pflanze nie im Wasser stehen.
  2. Sind die Triebe weich und gelb und wird die Basis dunkel: Nehmen Sie Stecklinge von festen, grünen Trieben (die Efeutute bewurzelt leicht im Wasser) und werfen Sie den faulenden Teil samt nasser Erde weg.
  3. Setzen Sie sie in eine gut abziehende, grobe und luftige Erde in einen Topf mit Abzugsloch.
  4. Gießen Sie danach nach demselben Rhythmus: abtrocknen lassen, dann durchdringend wässern.

Zu wenig Wasser / Austrocknen

Trocknet die Erde zu stark aus, erschlaffen die Blätter und hängen herunter. Die Clemson Extension schreibt, dass diese Pflanze kurze Trockenheit deutlich besser verzeiht als dauernde Nässe; anhaltender Wassermangel führt trotzdem zu vergilbenden Blättern und vertrocknenden Rändern.

Was Sie tun können

  1. Durchfeuchten Sie die Erde gründlich mit reichlich Wasser und gießen Sie den Überschuss ab; die Blätter richten sich meist rasch wieder auf.
  2. Gießen Sie danach nach dem Rhythmus der Clemson Extension: die Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen lassen und dann so durchdringend gießen, dass das Wasser alle Wurzeln erreicht.
  3. Hängt die Pflanze weiter, obwohl die Erde nass ist, ist es nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser oder bereits Fäule; sehen Sie sich Erde und Triebe an.

Braun werdende Blattspitzen und Luftfeuchtigkeit

Bei dieser Pflanze ist die Luftfeuchtigkeit weniger ein Problem als bei den meisten Zimmerpflanzen: Die Clemson Extension nennt zwar 50 bis 70 Prozent als bevorzugten Bereich, hält aber ausdrücklich fest, dass die Pflanze die übliche Raumluftfeuchte von 30 bis 60 Prozent verträgt. In einer normalen Wohnung muss die Luftfeuchtigkeit also in der Regel nicht eigens angehoben werden. Sinkt sie im Winter deutlich unter 30 Prozent, kann sich das an den Blättern zeigen.

Was Sie tun können

  1. Sehen Sie bei braunen Spitzen zuerst beim Gießrhythmus und bei den in der Erde angesammelten Düngersalzen nach; die Clemson Extension schreibt, dass diese Pflanze die übliche Raumluftfeuchte verträgt.
  2. ⚠ Eine Schale mit nassen Kieseln empfiehlt diese Seite nicht: Die Seite Trockene Luft hält sie nach der Penn State Extension für die Raumluft für wirkungslos. Ist die Luft wirklich sehr trocken, ist ein Luftbefeuchter der eigentliche Weg.
  3. Halten Sie die Pflanze von trockener Heizungsluft und vom Luftstrom der Klimaanlage fern; die brüchige Spitze können Sie mit einer sauberen Schere abschneiden.

Mehr dazu: Trockene Luft: Warum Blattspitzen vertrocknen und was wirklich hilft

Sonnenbrand (direkte Sonne)

Die Clemson Extension beschreibt diese Pflanze als eine, die helles indirektes Licht bevorzugt und schwächeres Licht verträgt; harte direkte Sonne liegt außerhalb dieser Spanne und hinterlässt auf den Blättern gelbe und braune Brandflecken.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie die Pflanze aus der direkten Sonne und stellen Sie sie in helles, indirektes Licht, oder mildern Sie das Licht mit einem dünnen Vorhang.
  2. Brandflecken bleiben; warten Sie den neuen Austrieb ab.
  3. Für die Panaschierung braucht die Pflanze Licht, aber es ist helles INDIREKTES Licht gemeint, nicht direkte Sonne.

Mehr dazu: Sonnenbrand an Blättern: erkennen und vom Krankheitsfleck unterscheiden

Zu viel Dünger (braune Spitzen und Salz)

Zu viel Dünger verbrennt die Wurzeln, lässt die Blattspitzen braun werden und hinterlässt auf der Erdoberfläche eine weiße Salzkruste.

Was Sie tun können

  1. Hören Sie mit dem Düngen auf.
  2. Lassen Sie einige Minuten sauberes Wasser durch den Topf laufen und die angesammelten Salze über das Abzugsloch ausspülen.
  3. Düngen Sie nur in der Wachstumszeit. Führt die Clemson Extension die Vergilbung auf Nährstoffmangel zurück, empfiehlt sie im Frühjahr und Sommer alle zwei Monate einen Zimmerpflanzendünger; das ist ein Korrekturrhythmus und kein festes Programm.

Mehr dazu: Düngersalz im Topf: Warum Blattspitzen braun werden

Natürliches Vergilben unterer Blätter (kein Problem)

Dass ab und zu die untersten, ältesten Blätter vergilben und abfallen, ist normal; die Pflanze steckt ihre Kraft in den neuen Austrieb. Auch die Clemson Extension trennt das vom Vergilben durch Überwässerung: Vergilbt nur hier und da ein einzelnes unteres Blatt, gehört das zum normalen Blattwechsel.

Was Sie tun können

  1. Vergilbt nur hin und wieder ein unteres oder altes Blatt und treibt die Pflanze neu aus, ist nichts zu tun.
  2. Nehmen Sie das vergilbte Blatt mit einer sauberen Schere ab.
  3. Vergilben viele Blätter gleichzeitig (samt neuem Austrieb), ist das nicht natürlich; prüfen Sie dann, ob zu viel gegossen wurde.

Mehr dazu: Gelbe Blätter: Wann es normal ist und wann nicht

Zu wenig Licht (Verlust der Panaschierung und Vergeilen)

Die Clemson Extension weist ausdrücklich darauf hin, dass panaschierte Sorten bei schwächerem Licht ihre Färbung verlieren. Dieselbe Quelle beschreibt die Pflanze als eine, die helles indirektes Licht bevorzugt, schwächeres Licht aber verträgt; der Preis dafür sind Blätter, die ihre Zeichnung verlieren, lange kahle Triebe und langsameres Wachstum.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze heller, in indirektes Licht; meiden Sie die direkte Sonne. Die neuen Blätter kommen dann wieder gezeichnet, bereits einfarbig gewachsene Blätter ändern sich nicht mehr.
  2. Drehen Sie den Topf hin und wieder, damit sie gleichmäßig wächst.
  3. Lang gezogene, kahle Triebe können Sie zurückschneiden; aus der Schnittstelle verzweigt sie sich und wird voller (die abgeschnittenen Triebe lassen sich im Wasser bewurzeln).

Mehr dazu: Zu wenig Licht: Warum Pflanzen vergeilen und was hilft

Neue Blätter treiben grün aus (kein Problem)

Dass bei der Efeutute neu austreibende Blätter zuerst einfarbig grün erscheinen und ihre Zeichnung erst mit dem Ausreifen bekommen, ist normal. Sind nur die neuen Blätter grün und die alten panaschiert, gibt es keinen Grund zur Sorge. Die Clemson Extension schreibt, dass panaschierte Sorten bei schwächerem Licht ihre Färbung verlieren; stimmt das Licht, kommt die Zeichnung an den neuen Blättern wieder.

Was Sie tun können

  1. Sind die alten Blätter panaschiert und gesund, warten Sie ab; bei hellem, indirektem Licht bildet sich die Zeichnung auch an den neuen Blättern aus.
  2. Sorgen Sie für ausreichend Licht (die Zeichnung kommt mit dem Licht); meiden Sie die direkte Sonne.
  3. Es ist nichts Dringendes zu tun.

Umtopf- oder Standortschock

Eine frisch umgetopfte oder umgestellte Efeutute kann vorübergehend hängen und einige Blätter abwerfen; das ist eine Anpassungsreaktion.

Was Sie tun können

  1. Keine Panik; geben Sie der Pflanze einige Tage Zeit, sich einzugewöhnen.
  2. Halten Sie sie an einem festen Platz mit hellem, indirektem Licht und gießen Sie richtig.
  3. Vermeiden Sie in dieser Zeit zu viel Wasser und Dünger; hat sie sich erholt, gehen Sie zur normalen Pflege über.

Schädlinge (Wollläuse / Spinnmilben / Trauermücken)

Watteartige weiße Nester am Blatt (Wollläuse), feine Gespinste (Spinnmilben) oder winzige schwarze Mücken über der Erde (Trauermücken, die sich in nasser, torfiger Erde vermehren) sind Anzeichen für Schädlinge.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze getrennt von den anderen auf.
  2. Wischen Sie die Blätter (vor allem die Unterseiten) mit einem feuchten Tuch ab oder spülen Sie sie mit Wasser; nehmen Sie sichtbare Schädlinge herunter.
  3. Gegen Trauermücken lassen Sie die obere Erdschicht abtrocknen (gießen Sie weniger); nasse Erde ernährt sie.
  4. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.

Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.

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Quellen