Drachenbaum: Probleme erkennen

Wo zeigt sich das Problem? Wählen Sie zuerst den Bereich, dann das Symptom. (Die häufigste Beschwerde bei dieser Pflanze sind braune Blattspitzen; meist geht es um Leitungswasser, trockene Luft oder das Gießen, und beides wird unten behandelt.) Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.

1) In welchem Bereich liegt das Problem?

Alle möglichen Ursachen

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Standort-Hinweis: Dieser Hinweis gilt für eine normale Wohnung; je nach Wohnung und Jahreszeit verschiebt er sich. ⚠ Eine Temperaturspanne und eine Untergrenze in °C nennen die Quellen für diese Art nicht, und diese Seite nennt deshalb auch keine. Die NC State Extension ordnet die Art den Stufen geflecktes Sonnenlicht und tiefer Schatten (weniger als zwei Stunden bis gar keine direkte Sonne) zu. Beim Drachenbaum gelten zwei goldene Regeln: Gießen Sie nicht zu viel (die Wurzeln faulen, Trockenheit verträgt er) und nehmen Sie destilliertes oder fluoridfreies Wasser. Der Satz der NC State Extension lautet: Diese Art ist fluoridempfindlich (wie die meisten Dracaenen), was Verfärbungen der Blätter verursacht, verwenden Sie deshalb destilliertes oder fluoridfreies Wasser. ⚠ Das Wasser abstehen zu lassen entfernt kein Fluorid.

Fluorid im Leitungswasser (braune Blattspitzen)

Die NC State Extension führt diese Art als fluoridempfindlich (wie die meisten Dracaenen) und schreibt, dass Fluorid zu Verfärbungen des Blattes führt. Der Satz der Quelle lautet: Diese Art ist fluoridempfindlich, was Verfärbungen der Blätter verursacht, verwenden Sie deshalb destilliertes oder fluoridfreies Wasser. Das ist eine der bekannten Ursachen brauner Spitzen; die Quelle ordnet die Ursachen nicht nach Häufigkeit, und dieses Werkzeug tut es auch nicht. ⚠ Für Deutschland gehört eine Einordnung dazu: Trinkwasser wird hier nach Angabe des Bundesinstituts für Risikobewertung nicht fluoridiert, der Fluoridgehalt ist entsprechend niedrig.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie destilliertes oder fluoridfreies Wasser oder Regenwasser. Das Wasser über Nacht abstehen zu lassen genügt nicht: Dabei entweicht nur das Chlor, das Fluorid bleibt im Wasser.
  2. Spülen Sie die in der Erde angesammelten Salze hin und wieder mit reichlich Wasser aus (lassen Sie einige Minuten Wasser durch den Topf laufen und über das Abzugsloch ablaufen).
  3. Braune Spitzen können Sie sauber abschneiden; der gesunde Teil des Blattes bleibt erhalten.

Zu viel Wasser / Wurzelfäule

Der Drachenbaum verträgt Trockenheit, aber keine nasse Erde. In dauerhaft nasser Erde faulen die Wurzeln; die Anzeichen sind flächiges Vergilben der Blätter, eine weich werdende Stammbasis und säuerlich riechende Erde. Die NC State Extension nennt für diese Art guten Wasserabzug und ein gelegentliches Abtrocknen.

Was Sie tun können

  1. Hören Sie mit dem Gießen auf; warten Sie, bis die obere Hälfte der Erde gut abgetrocknet ist (im Winter länger). Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen und vermeiden Sie Staunässe.
  2. Ist die Stammbasis weich geworden, ist die Fäule fortgeschritten; ein Kopfsteckling von einem gesunden Trieb ist eine gute Absicherung.
  3. Nehmen Sie einen Topf mit Abzugsloch und eine gut durchlässige Erde.

Zu wenig Licht (Verblassen und schwacher Wuchs)

Der Drachenbaum kommt mit wenig Licht zurecht; die NC State Extension ordnet ihn den Stufen geflecktes Sonnenlicht und tiefer Schatten (weniger als zwei Stunden bis gar keine direkte Sonne) zu. An einem sehr dunklen Platz wird er jedoch langsam, die Blätter werden blass, und die Pflanze kann sich in die Länge ziehen und schwach werden.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze etwas heller, hell aber indirekt; meiden Sie harte direkte Sonne.
  2. Drehen Sie den Topf hin und wieder, damit sie sich gleichmäßig entwickelt.
  3. Bei mehr Licht kommt der neue Austrieb kräftiger und farbiger nach.

Mehr dazu: Zu wenig Licht: Warum Pflanzen vergeilen und was hilft

Sonnenbrand (direkte Sonne)

Der Drachenbaum ist für harte direkte Sonne nicht geeignet; starkes Licht hinterlässt auf den schmalen Blättern helle oder braune Brandstellen.

Was Sie tun können

  1. Nehmen Sie die Pflanze aus der direkten Sonne, stellen Sie sie hell, aber indirekt, oder dämpfen Sie das Licht mit einem dünnen Vorhang.
  2. Gewöhnen Sie sie schrittweise an, wenn Sie sie aus dem Schatten in die Sonne stellen.
  3. Verbrannte Stellen kommen nicht zurück; ein stark geschädigtes Blatt können Sie sauber abnehmen.

Mehr dazu: Sonnenbrand an Blättern: erkennen und vom Krankheitsfleck unterscheiden

Zu trockene Luft (braune Spitzen)

Sehr trockene Luft (besonders im Winter durch die Heizung) lässt die Blattspitzen braun werden. Zusammen mit der Wasserqualität gehört das zu den bekannten Ursachen brauner Spitzen; dieses Werkzeug ordnet die Ursachen nicht nach Häufigkeit. ⚠ Zur Luftfeuchtigkeit steht im Eintrag der NC State Extension für diese Art nichts.

Was Sie tun können

  1. Lassen Sie die Luft nicht übermäßig austrocknen: Nehmen Sie einen Luftbefeuchter oder stellen Sie Pflanzen in Gruppen zusammen. ⚠ Die Seite Trockene Luft hält das Besprühen und die Kies-Wasser-Schale nach der Penn State Extension für die Raumluft für wirkungslos. In der Heizperiode von Oktober bis April ist die Raumluft am trockensten.
  2. Halten Sie die Pflanze vom trockenen Luftstrom der Heizung und der Klimaanlage fern.
  3. Braune Spitzen können Sie sauber abnehmen.

Mehr dazu: Trockene Luft: Warum Blattspitzen vertrocknen und was wirklich hilft

Zu viel Dünger / Salz (braune Spitzen)

Zu viel Dünger lagert Salz in der Erde an und verbrennt die Blattspitzen; auf der Erdoberfläche kann eine weiße Kruste sichtbar werden. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beschreibt einen zu hohen Salzgehalt durch Überdüngung als braune Blattränder und trockenen weißen Belag auf der Substratoberfläche.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie das Düngen ein; lassen Sie einige Minuten lang klares Wasser durch den Topf laufen und spülen Sie das angesammelte Salz über das Abzugsloch aus.
  2. Düngen Sie nur in der Wachstumszeit; im Winter setzen Sie aus. ⚠ Für Menge und Häufigkeit nennen die Quellen keine Zahl, und diese Seite nennt auch keine; halten Sie sich an die Angaben auf der Packung. Die NC State Extension gibt das Wachstum dieser Art als LANGSAM an.
  3. Die braune Spitze können Sie sauber abnehmen.

Mehr dazu: Düngersalz im Topf: Warum Blattspitzen braun werden

Natürlicher Fall der unteren Blätter (kein Problem)

Dass beim Drachenbaum die untersten alten Blätter mit der Zeit vergilben und abfallen und der Stamm dabei frei wird, ist natürlich; so entsteht sein palmenartiges Aussehen.

Was Sie tun können

  1. Vergilben nur einige alte Blätter ganz unten, ist der Schopf oben vital und die Pflanze insgesamt gesund, ist nichts zu tun.
  2. Das vergilbte Blatt können Sie vorsichtig abnehmen.
  3. Vergilben auch die jungen Blätter oben flächig oder sehen ihre Spitzen schlecht aus, ist das nicht natürlich; sehen Sie in den Abschnitten zu Wasser, Wasserqualität und Luftfeuchtigkeit nach.

Schädlinge (Spinnmilben / Wollläuse / Schildläuse)

Am Drachenbaum treten bei trockener Luft feine Gespinste mit gesprenkeltem Verblassen (Spinnmilben), watteartige weiße Nester (Wollläuse) und klebrige Rückstände hinterlassende Schildläuse auf.

Was Sie tun können

  1. Stellen Sie die Pflanze getrennt von den anderen auf; kontrollieren Sie Blattunterseiten, Schopf und Stamm regelmäßig.
  2. Nehmen Sie sichtbare Schädlinge vorsichtig herunter; wischen Sie die Blätter mit einem feuchten Tuch ab.
  3. Lassen Sie die Luft gegen Spinnmilben nicht zu trocken werden; bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach und halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.

Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.

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Quellen