Clematis schneiden: welche Schnittgruppe, wann und wie stark

Schema: Drei Clematis am Rankgerüst, von links nach rechts die Schnittgruppen 1 bis 3. Gruppe 1 braucht keinen regelmäßigen Schnitt; bei Gruppe 2 fällt nur das dünne oder beschädigte Stück oben weg, knapp über dem ersten gesunden Knospenpaar; bei Gruppe 3 werden alle alten Triebe bis zum untersten gesunden Knospenpaar zurückgeschnitten.
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Von Foliasana · Aktualisiert: 15. September 2026

Eine Clematis regelmäßig zu schneiden, fördert nach dem allgemeinen Schnittleitfaden der Royal Horticultural Society (RHS) kräftiges Wachstum und die Blüte und hält den Wuchs in Grenzen. Bleibt sie ungeschnitten, kann sie zu einem Gewirr verschlungener Triebe werden, unten kahl und mit Blüten weit über Augenhöhe. Wann und wie stark geschnitten wird, hängt von der Schnittgruppe ab: Der Leitfaden teilt die Clematis nach ihrer Blütezeit und dem Alter des blühenden Holzes in drei Gruppen ein. Die Hauptzeit für den Schnitt ist nach ihm das Ende des Winters bis zum Beginn des Frühjahrs; manche Clematis lassen sich auch im Frühsommer nach der ersten Blüte schneiden.

Welche Gruppe: die Blütezeit entscheidet

Nach dem Anbauleitfaden der RHS gehören zur Gruppe 1 Clematis, die im Winter und Frühling an Trieben aus dem vorigen Sommer blühen. Zur Gruppe 2 zählen großblumige Sorten, die im Frühsommer blühen, im Mai und Juni, darunter die sogenannten zweimal blühenden. Zur Gruppe 3 gehören Kletter-Clematis, die ab dem Hochsommer, ab Ende Juni, am diesjährigen Holz blühen, dazu die staudigen Arten. Beispiele nennen die drei Gruppenleitfäden der RHS: für die Gruppe 1 unter anderem Clematis alpina, C. armandii, C. cirrhosa, C. macropetala und C. montana, für die Gruppe 2 ‘Doctor Ruppel’, ‘Nelly Moser’ und ‘The President’, für die Gruppe 3 ‘Ernest Markham’, ‘Polish Spirit’ und C. viticella.

Wissen Sie nicht, zu welcher Gruppe Ihre Clematis gehört, gibt der allgemeine Schnittleitfaden eine einfache Regel: Achten Sie auf die Blütezeit. Blüht die Pflanze vor dem Frühsommer (Juni), schneiden Sie nicht; blüht sie ab Ende Juni, schneiden Sie im Spätwinter (Februar).

Der Anbauleitfaden der RHS rät, jährlich zu schneiden, je nach Blütezeit. Für die Gruppe 1 schreiben der allgemeine Schnittleitfaden und der Leitfaden zur Gruppe 1 dagegen, dass kein regelmäßiger Schnitt nötig ist; der allgemeine Leitfaden nimmt nur das Entfernen verwelkter Blüten aus.

Gruppe 1: nach der Blüte, und nur wenn nötig

Die Clematis der Gruppe 1 blühen früh im Jahr an Trieben aus dem vorigen Sommer. Einen regelmäßigen Schnitt brauchen sie nach dem Leitfaden der RHS zur Gruppe 1 nicht; wenn nötig, schneiden Sie gleich nach der Blüte in der Mitte bis zum Ende des Frühjahrs, sobald keine Frostgefahr mehr droht. Dabei kürzen Sie zu lange Triebe und schneiden abgestorbene oder vom Winter geschädigte Triebe auf ein gesundes Knospenpaar zurück. Starkwüchsige Arten wie C. montana können nach dem Leitfaden nach der Blüte einfach geschoren werden, damit sie ordentlich bleiben. Für Clematisarten, die im April blühen, setzt auch die Bayerische Gartenakademie den Schnitt erst nach der Blüte an.

Ältere, dicht gewachsene Pflanzen lassen sich auslichten, einfacher ist es nach dem Leitfaden zur Gruppe 1 aber meist, sie zu verjüngen: Dazu schneiden Sie gleich nach der Blüte alle Triebe fast bis zur Basis zurück, geben einen Universaldünger, mulchen und gießen bei Trockenheit; mehr zum Düngen steht auf Clematis düngen. Die Pflanzen reagieren darauf nach dem Leitfaden in der Regel gut, und bis zum nächsten starken Rückschnitt sollten mindestens drei Jahre vergehen. Der allgemeine Schnittleitfaden nennt für eine nötige Verjüngung 15 cm über der Basis, ebenfalls nach der Blüte; sie beeinträchtigt nach ihm die Blüte und sollte innerhalb von drei Jahren nicht wiederholt werden. C. armandii reagiert nach dem Leitfaden zur Gruppe 1 meist nicht gut auf eine Verjüngung; bei eingewachsenen Pflanzen sollte sich der Schnitt darauf beschränken, sie auf den vorhandenen Platz zu begrenzen und im Frühjahr vom Wind verbrannte Blätter zu entfernen.

Gruppe 2: im Februar leicht, nach der ersten Blüte noch einmal

Zur Gruppe 2 gehören die großblumigen Hybriden, die im Mai und Juni blühen. Nach dem Leitfaden der RHS zur Gruppe 2 werden sie im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr (Februar) geschnitten und noch einmal nach der ersten Blüte im Frühsommer. Ziel ist, ein Gerüst aus altem Holz zu erhalten und zugleich neue Triebe anzuregen, damit sie über die ganze Saison möglichst viel blühen.

Vor dem Austrieb entfernen Sie abgestorbene oder schwache Triebe. Gehen Sie jeden Trieb von oben nach unten durch, bis Sie ein gesundes Knospenpaar erreichen, und schneiden Sie knapp darüber; was darüber dünn oder beschädigt ist, fällt weg. Schneiden Sie nicht zu stark, sonst gehen Blüten verloren.

Nach der ersten Blüte schneiden Sie noch einmal: Um später im Jahr eine zweite Blüte anzuregen, kürzen Sie einige Triebe bis zu großen Knospen oder einem kräftigen Seitentrieb direkt unter den Blüten.

Der allgemeine Schnittleitfaden der RHS nennt für die Gruppe 2 zwei Dinge. Im Abschnitt zum Zeitpunkt steht wie im Gruppenleitfaden: im Februar und nach der ersten Blüte im Frühsommer. Im Abschnitt zur Methode heißt es, bei diesen Clematis genüge es, die Blüten abzuschneiden, zurück bis zu einer großen Knospe direkt darunter, sobald sie verblüht sind; wer mag, kann sie auch ungeschnitten lassen und im Frühjahr nur abgestorbene Triebspitzen entfernen.

Kopflastige oder verwilderte Pflanzen lassen sich nach dem Leitfaden zur Gruppe 2 über zwei bis drei Jahre nach und nach verkleinern, indem Sie nach der ersten Blüte stärker schneiden. Eine zweite Blüte bringen sie dann wahrscheinlich nicht, im folgenden Jahr dürften sie aber im späten Frühjahr oder Frühsommer wieder blühen. Sie können Clematis dieser Gruppe auch ungeschnitten lassen und sie alle drei oder vier Jahre im Spätwinter auf 30-90 cm über der Basis zurückschneiden, wie bei der Gruppe 3; im ersten Jahr danach blühen sie nur einmal.

Manche Clematis, die von Mitte bis Ende Sommer blühen, können Sie nach dem Leitfaden zur Gruppe 2 wahlweise wie die Gruppe 2 oder wie die Gruppe 3 behandeln, darunter ‘Jackmanii’ und ‘Perle d’Azur’. Der allgemeine Schnittleitfaden beschreibt für manche dieser Clematis auch eine Verbindung beider Methoden: Ein Grundgerüst bleibt stehen, die übrigen Triebe werden bis zur Basis zurückgeschnitten, und die Blütezeit verlängert sich.

Gruppe 3: im Februar kräftig zurück

Die Clematis der Gruppe 3 blühen nach dem Leitfaden der RHS zur Gruppe 3 im Spätsommer an Trieben, die in derselben Saison gewachsen sind. Sie treiben jedes Jahr von der Basis neu aus und können deshalb regelmäßig stark zurückgeschnitten werden. Geschnitten wird im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, wenn sich an den Knospen Wachstum zeigt, in der Regel im Februar: Im Februar oder März schneiden Sie alle alten Triebe bis zum untersten gesunden Knospenpaar zurück, 15-30 cm über dem Boden.

Nach dem allgemeinen Schnittleitfaden blühen diese Clematis von Mitte bis Ende Sommer an den obersten etwa 60 cm des diesjährigen Holzes. Bleiben sie ungeschnitten, wächst die Pflanze nach ihm dort weiter, wo sie im Vorjahr aufgehört hat, verfilzt, blüht oft weit über Augenhöhe und verkahlt unten. Am besten schneiden Sie sie nach diesem Leitfaden jedes Jahr im Februar kräftig bis zum untersten Knospenpaar zurück.

Die Bayerische Gartenakademie spricht nicht von Gruppen, sondern von sommerblühenden Waldreben: Weil Clematis zum Beispiel früh austreiben, sollten diese nach ihr schon im Februar zurückgeschnitten werden. Ein genaues Datum gibt sie wegen der wechselnden Witterung nicht an; als grobe Faustregel kann nach ihr der Beginn des Austriebs dienen.

Kleinblumige Clematis mit schönen Samenständen, etwa C. orientalis und C. tangutica, können Sie nach dem Leitfaden zur Gruppe 3 auch nur auslichten und auf das Hauptgerüst zurückstutzen; die Samenstände bleiben dann als Schmuck. Wenn Sie mögen, lassen Sie sie ungeschnitten über eine Pergola ranken, wo der Platz nicht begrenzt ist. Staudige Clematis wie C. heracleifolia, C. integrifolia und C. recta schneiden Sie nach dem allgemeinen Schnittleitfaden und dem Leitfaden zur Gruppe 3 im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr bis knapp über den Boden zurück.

Der erste Schnitt nach der Pflanzung

Frisch gepflanzte Clematis sollten Sie nach den drei Gruppenleitfäden der RHS im ersten Frühjahr nach der Pflanzung kräftig zurückschneiden, knapp über einem kräftigen Blattknospenpaar etwa 30 cm über dem Boden, es sei denn, die Pflanze hat schon drei oder vier gesunde Triebe aus der Basis. Das regt mehrere Triebe an, die sich am Rankgerüst verteilen lassen und es gut bedecken. Ungeschnittene junge Clematis bilden nach dem Leitfaden zur Gruppe 1 oft sehr lange einzelne Triebe, die nur ganz oben blühen; im Frühjahr und Sommer binden Sie nach demselben Leitfaden die neuen Triebe an und verteilen sie gleichmäßig am Gerüst.

Der Anbauleitfaden der RHS gibt ein anderes Maß und einen anderen Zeitpunkt an. Nach ihm ist es eine gute Idee, alle frisch gepflanzten Kletter-Clematis einmal zurückzuschneiden, damit sie buschig und mehrtriebig werden: alle Triebe auf 15-30 cm über dem Boden, dicht über einer Knospe. Im Herbst gepflanzte Clematis schneiden Sie im Februar oder März nach der Pflanzung, im Frühjahr gepflanzte gleich nach der Pflanzung.

Verwildert oder kopflastig

Viele Clematis vertragen nach dem Anbauleitfaden der RHS einen starken Rückschnitt bis nahe an den Boden, wenn sie verwildert oder kopflastig geworden sind. Wie verwilderte Pflanzen in den einzelnen Gruppen behandelt werden, steht oben: In der Gruppe 1 wird gleich nach der Blüte verjüngt, in der Gruppe 2 schrittweise nach der ersten Blüte oder alle drei oder vier Jahre im Spätwinter, und die Gruppe 3 wird ohnehin regelmäßig stark zurückgeschnitten.

Schleimfluss, Mehltau und Welke

Bei geschnittenen Trieben kann der Neuaustrieb nach dem allgemeinen Schnittleitfaden der RHS ausbleiben, und sie können eine klebrige Masse absondern; das nennt er Schleimfluss. Echter Mehltau ist nach ihm an Clematis sehr häufig, die Clematiswelke kommt manchmal vor. Die Welke, bei der Triebe welken und sich schwarz färben, betrifft nach dem Anbauleitfaden großblumige Sorten; welken andere Clematis, liegt es nach ihm eher an den Bedingungen am Standort, etwa an Trockenstress in magerem, flachgründigem Boden, und auch Schneckenfraß kann ähnlich aussehen.

Vögel und das Bundesnaturschutzgesetz

Der NABU Baden-Württemberg bezieht die Schnittregeln des Bundesnaturschutzgesetzes auf Bäume und Hecken; sie sollen die Gartenbewohner besonders während der Brutzeit schützen. Was das Gesetz in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September verbietet, beschreiben die beiden NABU-Verbände im Quellenverzeichnis verschieden. Für den NABU Baden-Württemberg ist dann ein starker Rückschnitt ebenso untersagt wie das Fällen, und zwar auch im Garten; vorsichtige Form- und Pflegeschnitte am Zuwachs des Jahres nimmt er mit Verweis auf § 39 aus. Der NABU Brandenburg liest das Gesetz als Verbot, Bäume außerhalb des Waldes zu fällen; Formschnitte an Bäumen und Büschen erfasst es nach ihm nicht. Gilt vor Ort eine abweichende Regel, etwa eine Satzung von Kreis oder Kommune, kann sie nach ihm aber auch einen nicht fachgerechten Rückschnitt zur Ordnungswidrigkeit machen.

Für die Clematis rechnet diese Seite so: Der Februarschnitt der Gruppe 3 bleibt vor der Grenze des 1. März. Der Schnitt im März, den der Leitfaden zur Gruppe 3 ebenfalls nennt, fällt schon in den Zeitraum, ebenso der Schnitt nach der Blüte in der Gruppe 1 und der Schnitt nach der ersten Blüte in der Gruppe 2. Auch die Verjüngung der Gruppe 1 nach der Blüte und das stärkere Schneiden der Gruppe 2 nach der ersten Blüte liegen darin. Im Zweifel fragen Sie vorher bei der Gemeinde nach, ob Ihr Schnitt als vorsichtiger Pflegeschnitt durchgeht; das ist der Rat dieser Seite. Auch der NABU Brandenburg bittet darum, sich vorab zu erkundigen, da örtliche Satzungen Abweichendes festlegen können.

Nach Nestern suchen Sie vor dem Schnitt. Gründlich nachzusehen, ob in den Sträuchern besetzte Nester sitzen, ist für den NABU Baden-Württemberg vor jedem Schnitt unerlässlich; der NABU Brandenburg verlangt, die Hecken und Büsche, die gestutzt werden sollen, vorher darauf zu prüfen. Dass das auch für die Clematis gilt, folgert diese Seite. Außerdem ruft der NABU Baden-Württemberg Gartenbesitzer auf, unabhängig vom Gesetz mit Eingriffen, auch kleinen, bis mindestens Juli zu warten, weil sich ein ganz vogelfreundlicher Heckenschnitt nur schwer verwirklichen lässt. Er schreibt das für Hecken.

Zu den anderen Schnittanleitungen führt die Seite Schneiden.

Häufige Fragen

Wann schneidet man Clematis?

Das hängt von der Schnittgruppe ab. Nach dem allgemeinen Schnittleitfaden der Royal Horticultural Society (RHS) ist die Hauptzeit das Ende des Winters bis zum Beginn des Frühjahrs; manche Clematis lassen sich auch im Frühsommer nach der ersten Blüte schneiden. Nach demselben Leitfaden braucht die Gruppe 1 keinen regelmäßigen Schnitt außer dem Entfernen verwelkter Blüten; geschnitten wird sie nach der Blüte in der Mitte bis zum Ende des Frühjahrs, sobald keine Frostgefahr mehr droht. Nach diesem Leitfaden schneiden Sie die Gruppe 2 im Februar und nach der ersten Blüte im Frühsommer, die Gruppe 3 im Februar; der Leitfaden der RHS zur Gruppe 3 nennt auch den März. Nach der Rechnung dieser Seite liegen der Schnitt nach der Blüte in der Gruppe 1, der Schnitt nach der ersten Blüte in der Gruppe 2 und ein Märzschnitt der Gruppe 3 in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September. Für diese Zeit untersagt das Bundesnaturschutzgesetz nach dem NABU Baden-Württemberg an Bäumen und Hecken starke Rückschnitte; der NABU Brandenburg liest es anders.

Zu welcher Schnittgruppe gehört meine Clematis?

Nach dem Anbauleitfaden der Royal Horticultural Society blühen die Clematis der Gruppe 1 im Winter und Frühling an Trieben aus dem vorigen Sommer, die großblumigen Sorten der Gruppe 2 im Frühsommer, im Mai und Juni, und die Kletter-Clematis der Gruppe 3 ab dem Hochsommer, ab Ende Juni, am diesjährigen Holz; zur Gruppe 3 zählen dort auch die staudigen Arten. Sind Sie unsicher, gibt der allgemeine Schnittleitfaden der RHS eine einfache Regel: Blüht die Pflanze vor dem Frühsommer (Juni), schneiden Sie nicht; blüht sie ab Ende Juni, schneiden Sie im Spätwinter (Februar).

Wie schneidet man Clematis der Gruppe 3?

Der Leitfaden der Royal Horticultural Society zur Gruppe 3 schreibt, dass diese Clematis jedes Jahr von der Basis neu austreiben und deshalb regelmäßig stark zurückgeschnitten werden können: Im Februar oder März schneiden Sie alle alten Triebe bis zum untersten gesunden Knospenpaar zurück, 15-30 cm über dem Boden. Nach dem allgemeinen Schnittleitfaden der RHS schneiden Sie diese spät blühenden Clematis am besten jedes Jahr im Februar kräftig bis zum untersten Knospenpaar zurück. Die Bayerische Gartenakademie rät, sommerblühende Waldreben schon im Februar zurückzuschneiden, weil Clematis zum Beispiel früh austreiben; nach Gruppen unterscheidet sie dabei nicht. Kleinblumige Clematis mit schönen Samenständen können nach dem Gruppenleitfaden auch nur ausgelichtet und auf das Hauptgerüst zurückgestutzt werden.

Muss man Clematis montana schneiden?

Regelmäßig nicht. Nach dem Leitfaden der Royal Horticultural Society zur Gruppe 1 gehört C. montana zu dieser Gruppe, die keinen regelmäßigen Schnitt braucht; wenn nötig, schneiden Sie gleich nach der Blüte in der Mitte bis zum Ende des Frühjahrs, sobald keine Frostgefahr mehr droht. Starkwüchsige Clematis wie C. montana können nach demselben Leitfaden nach der Blüte einfach geschoren werden, damit sie ordentlich bleiben.

Wie schneidet man eine frisch gepflanzte Clematis?

Nach den drei Gruppenleitfäden der Royal Horticultural Society kräftig im ersten Frühjahr nach der Pflanzung, knapp über einem kräftigen Blattknospenpaar etwa 30 cm über dem Boden, es sei denn, die Pflanze hat schon drei oder vier gesunde Triebe aus der Basis. Der Anbauleitfaden der RHS hält einen ersten Schnitt aller frisch gepflanzten Kletter-Clematis für eine gute Idee, auf 15-30 cm über dem Boden und knapp über einer Knospe: im Herbst gepflanzte Clematis im Februar oder März danach, im Frühjahr gepflanzte gleich nach der Pflanzung. Die Leitfäden derselben Einrichtung unterscheiden sich also im Maß und im Zeitpunkt.

Darf man Clematis im Sommer schneiden?

Die Gruppe 2 wird nach dem Leitfaden der Royal Horticultural Society zur Gruppe 2 auch nach der ersten Blüte im Frühsommer geschnitten. Was das Bundesnaturschutzgesetz vom 1. März bis zum 30. September verbietet, beschreiben der NABU Baden-Württemberg und der NABU Brandenburg verschieden: Für den ersten ist in dieser Zeit an Bäumen und Hecken ein starker Rückschnitt ebenso untersagt wie das Fällen, auch im Garten, vorsichtige Form- und Pflegeschnitte am Zuwachs des Jahres aber nicht; für den zweiten meint das Verbot Baumfällungen außerhalb des Waldes. Im Zweifel fragen Sie vorher bei der Gemeinde nach; das ist der Rat dieser Seite. Nach Nestern suchen Sie vor dem Schnitt, wie es beide Verbände für Hecken, Sträucher und Büsche verlangen; dass das auch für die Clematis gilt, folgert diese Seite.

Was tun, wenn die Clematis verwildert ist?

Viele Clematis vertragen nach dem Anbauleitfaden der Royal Horticultural Society einen starken Rückschnitt bis nahe an den Boden, wenn sie verwildert oder kopflastig geworden sind. Die Gruppe 1 verjüngen Sie nach dem Leitfaden der RHS zur Gruppe 1 gleich nach der Blüte, indem Sie alle Triebe fast bis zur Basis zurückschneiden, und warten danach mindestens drei Jahre bis zum nächsten starken Schnitt; C. armandii reagiert nach demselben Leitfaden meist nicht gut auf eine Verjüngung. Die Gruppe 2 lässt sich nach ihrem Leitfaden über zwei bis drei Jahre schrittweise verkleinern, indem Sie nach der ersten Blüte stärker schneiden; oder Sie lassen sie ungeschnitten und schneiden sie alle drei oder vier Jahre im Spätwinter auf 30-90 cm über der Basis zurück. Starke Schnitte nach der Blüte liegen nach der Rechnung dieser Seite in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September; was das Bundesnaturschutzgesetz dann erlaubt, lesen der NABU Baden-Württemberg und der NABU Brandenburg verschieden, und im Zweifel fragen Sie vorher bei der Gemeinde nach, das ist der Rat dieser Seite.

Quellen