Arekapalme (Dypsis lutescens): Probleme erkennen
Wo zeigt sich das Problem? Wählen Sie zuerst den Bereich, dann das Symptom. Dieses Werkzeug stellt keine sichere Diagnose und empfiehlt weder Mittel noch Dosierungen.
Alle möglichen Ursachen
Sie können auch direkt zu einer Ursache springen.
- Zu trockene Luft (braune Spitzen)
- Fluorid im Leitungswasser: für diese Art keine belegte Ursache
- Zu viel Dünger / Salzablagerung (braune Spitzen)
- Kalte Zugluft / plötzliche Temperaturwechsel (braune Spitzen)
- Zu viel Wasser / Wurzelfäule
- Zu wenig Wasser
- Zu wenig Licht (dünner Wuchs, lange kahle Triebe, Vergilben)
- Nährstoffablagerung (gelb gesprenkelte Flecken)
- Spinnmilben (die Plage der Arekapalme, trockene Luft)
- Blattflecken (Pilz)
- Vollständig vertrockneter Wedel und wie Sie richtig schneiden
- Weitere Schädlinge (Wollläuse / Schildläuse / Thripse / Trauermücken)
Standort-Hinweis: Dieser Hinweis gilt für eine normale Wohnung; je nach Wohnung und Jahreszeit verschiebt er sich. Die Clemson HGIC nennt für Zimmerpalmen nachts 16 °C, tagsüber 21 bis 27 °C und ein Gegensteuern unterhalb von 50 % Luftfeuchtigkeit; das sind Regeln für die Gruppe, keine Messung an dieser Art. Bei der Arekapalme gelten zwei praktische Regeln: Lassen Sie die Luft nicht zu trocken werden, und halten Sie die Erde weder knochentrocken noch im Wasser stehend (Clemson HGIC: Palmen sollten feucht gehalten werden, nie austrocknen und nie im Wasser stehen).
Zu trockene Luft (braune Spitzen)
Die Clemson HGIC rät für Zimmerpalmen, unterhalb von 50 % Luftfeuchtigkeit gegenzusteuern (das ist eine Regel für die Gruppe, keine Messung an dieser Art). In trockener Luft verlieren die Blattränder schneller Wasser, als die Wurzeln nachliefern, und werden trocken und braun. ⚠ Eine ideale Spanne für diese Art nennen die Quellen nicht, und diese Seite nennt deshalb auch keine. Zu trockene Luft erhöht außerdem das Risiko von Spinnmilben.
Was Sie tun können
- Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit: Nehmen Sie einen Luftbefeuchter, stellen Sie Pflanzen in Gruppen zusammen oder wählen Sie ein feuchtes Bad oder eine feuchte Küche. ⚠ Hier gehen die Quellen auseinander, und diese Seite gibt beide an: Die Clemson HGIC nennt unterhalb von 50 % eine mit Kies gefüllte Untersetzerschale; die Seite Trockene Luft hält Kies-Schale und Besprühen nach der Penn State Extension für die Raumluft dagegen für wirkungslos. In der Heizperiode von Oktober bis April ist die Raumluft am trockensten; heben Sie die Luftfeuchte im Wohnraum aber nicht über 60 Prozent, auch nicht der Pflanze zuliebe.
- Halten Sie die Pflanze von Heizung und Klimaauslass sowie von kalter Zugluft fern.
- Nehmen Sie nur einen vollständig vertrockneten Wedel an der Basis ab; das Kürzen der Spitze eines teilweise grünen Wedels beschreibt keine der Quellen, und diese Seite empfiehlt es deshalb nicht.
Mehr dazu: Trockene Luft: Warum Blattspitzen vertrocknen und was wirklich hilft
Fluorid im Leitungswasser: für diese Art keine belegte Ursache
Dieses Werkzeug führt die Arekapalme nicht als empfindlich gegenüber Fluorid im Leitungswasser, denn das wurde geprüft und ist nicht belegt: Im Eintrag der NC State Extension zu Dypsis lutescens kommt Fluorid gar nicht vor. Eine Fluoridempfindlichkeit ist für eine andere Gattung belegt (Dracaena, also Drachenbaum und Glücksbambus), und dieser Eintrag lässt sich nicht auf die Arekapalme übertragen. Wasserhärte und Kalk wurden für diese Art nicht untersucht; dieses Werkzeug fällt auch darüber kein Urteil.
Was Sie tun können
- Prüfen Sie zuerst die Luftfeuchtigkeit: Zu trockene Luft ist bei dieser Art eine bekannte Ursache brauner Spitzen, und das Bild gleicht dem eines Wasserqualitätsschadens aufs Haar.
- Liegt eine weiße Kruste auf der Erdoberfläche, ist Düngersalz die Ursache; lassen Sie einige Minuten lang klares Wasser durch den Topf laufen, spülen Sie das angesammelte Salz über das Abzugsloch aus und düngen Sie sparsamer.
- Vorhandene braune Spitzen kommen nicht zurück; das Kürzen der Spitze eines teilweise grünen Wedels beschreibt keine der Quellen, und diese Seite empfiehlt es nicht.
Zu viel Dünger / Salzablagerung (braune Spitzen)
Zu viel Dünger lagert Salz in der Erde an und lässt die Blattspitzen dunkel werden; auf der Erdoberfläche kann eine weiße Kruste sichtbar werden. Auch bei richtiger Dosierung kann sich mit der Zeit Salz ansammeln.
Was Sie tun können
- Lassen Sie einige Minuten lang klares Wasser durch den Topf laufen und spülen Sie das angesammelte Salz über das Abzugsloch aus (zusammen mit einem guten Abzug).
- Düngen Sie sparsamer. ⚠ Für Menge und Häufigkeit nennt diese Seite keine Zahl; halten Sie sich an die Angaben auf der Packung. Die Clemson HGIC nennt Überdüngung ausdrücklich als Grund dafür, dass die Spitzen der unteren Blätter braun werden und absterben.
- Schneiden Sie die Spitzen nicht einzeln ab; nehmen Sie einen vollständig vertrockneten Wedel an der Basis ab.
Mehr dazu: Düngersalz im Topf: Warum Blattspitzen braun werden
Kalte Zugluft / plötzliche Temperaturwechsel (braune Spitzen)
Kalte Zugluft (ein zugiges Fenster), ein Luftauslass und plötzliche Temperaturwechsel setzen die Arekapalme unter Stress und lassen die Blattspitzen braun werden. Bei der Arekapalme beginnt der Zugluftschaden am äußersten Wedel; die jungen Blätter innen bleiben eine Zeit lang fest.
Was Sie tun können
- Rücken Sie die Pflanze von der kalten Fensterscheibe, vom Klima- oder Heizungsauslass und von einer Fußbodenheizung weg.
- Die Clemson HGIC nennt für Zimmerpalmen nachts 16 °C und tagsüber 21 bis 27 °C (eine Regel für die Gruppe); halten Sie die Temperatur in diesem Rahmen gleichmäßig.
- Stimmt der Standort wieder, kommen die neuen Blätter gesund nach; nehmen Sie den vertrockneten Wedel an der Basis ab.
Zu viel Wasser / Wurzelfäule
In dauerhaft nasser Erde faulen die Wurzeln und nehmen keine Nährstoffe mehr auf; die Anzeichen sind vergilbende Wedel, schlaffer Wuchs, eine weiche Basis und braune, weiche Wurzeln.
Was Sie tun können
- Gießen Sie weniger; warten Sie, bis die obere Hälfte der Erde abgetrocknet ist. Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen.
- Sind die Wurzeln weich und braun, nehmen Sie die Pflanze heraus, schneiden Sie die faulen Wurzeln mit einem sauberen, mit Alkohol abgewischten Werkzeug ab und topfen Sie in frische, gut durchlässige Erde um.
- Nehmen Sie einen Topf mit Abzugsloch, der nicht zu groß ist, und vermeiden Sie Staunässe; die Clemson HGIC schreibt für Zimmerpalmen, sie sollten feucht gehalten werden, aber nie austrocknen und nie im Wasser stehen.
Zu wenig Wasser
Der Arekapalme bekommt es auch nicht, wenn die Erde völlig austrocknet und lange trocken bleibt; ohne Wasser vergilben die Wedel, die Spitzen vertrocknen, und die Pflanze wird schlaff.
Was Sie tun können
- Durchfeuchten Sie die Erde gründlich mit reichlich Wasser und gießen Sie den Überschuss ab.
- Gießen Sie danach regelmäßig, sobald die obersten 2 bis 3 Zentimeter der Erde (also ihre obere Hälfte) abgetrocknet sind; lassen Sie die Erde nicht völlig austrocknen.
- Kommt das Vergilben zusammen mit nasser Erde und weicher Basis vor, ist es nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser; sehen Sie sich Erde und Wurzeln an.
Zu wenig Licht (dünner Wuchs, lange kahle Triebe, Vergilben)
Die Arekapalme mag es hell. Bei zu wenig Licht werden die Wedel dünn, vergilben, und die Pflanze streckt sich zum Licht und wird kahl; das Wachstum verlangsamt sich.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze heller und indirekt (in die Nähe eines Ost- oder Westfensters); meiden Sie die harte Mittagssonne.
- Drehen Sie sie hin und wieder, damit sie gleichmäßig wächst.
- In einem dunklen Raum können Sie mit einer Pflanzenlampe nachhelfen.
Mehr dazu: Zu wenig Licht: Warum Pflanzen vergeilen und was hilft
Nährstoffablagerung (gelb gesprenkelte Flecken)
Gelb gesprenkelte Flecken auf dem Blatt weisen meist auf eine Nährstoff- oder Salzablagerung in der Erde hin. Die Arekapalme gehört zu den salzempfindlichen Arten; die Sprenkel kommen oft nicht von zu viel Dünger, sondern davon, dass das angesammelte Salz die Wurzelspitzen verbrennt.
Was Sie tun können
- Spülen Sie die Erde mit reichlich Wasser durch und lassen Sie das überschüssige Salz über das Abzugsloch ablaufen, oder topfen Sie in frische Erde um.
- ⚠ Für Menge und Häufigkeit des Düngers nennt diese Seite keine Zahl; halten Sie sich an die Angaben auf der Packung.
- Ist das Vergilben großflächig, sehen Sie sich auch das Gießen und das Licht noch einmal an.
Spinnmilben (die Plage der Arekapalme, trockene Luft)
Spinnmilben sind der häufigste Schädling der Arekapalme, und sie mögen trockene Luft. Die Anzeichen sind: feine seidige Gespinste an den Blattspitzen und zwischen den Fiedern, gesprenkeltes gelbes oder bronzefarbenes Verblassen, trockene Ränder und winzige bewegliche Punkte auf der Unterseite.
Was Sie tun können
- Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit; das ist der wirksamste Schritt, um der Milbe die Umgebung zu verderben (ein Luftbefeuchter oder eine Schale mit Kies und Wasser).
- Brausen Sie die Blätter (besonders die Unterseiten) unter einem kräftigen Wasserstrahl gründlich ab; stellen Sie die Pflanze von den anderen getrennt.
- Halten Sie die Pflanze von Heizung und Klimaauslass fern und verbessern Sie die Luftbewegung (meiden Sie dabei aber kalte Zugluft).
- Kommt der Befall wieder, fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.
Blattflecken (Pilz)
Braune oder schwarze Flecken auf dem Blatt können von einem Pilz stammen; hohe Luftfeuchtigkeit, schlechte Luftbewegung und nasse Blätter beschleunigen die Ausbreitung.
Was Sie tun können
- Nehmen Sie die betroffenen Blätter mit einem sauberen, mit Alkohol abgewischten Werkzeug ab.
- Sorgen Sie für mehr Luftbewegung (stellen Sie die Pflanzen nicht zu eng) und vermeiden Sie es, die Blätter nass zu machen.
- Breitet es sich aus, stellen Sie die Pflanze getrennt und fragen Sie eine Fachkraft vor Ort.
Vollständig vertrockneter Wedel und wie Sie richtig schneiden
Dass die untersten alten Wedel mit der Zeit ganz vergilben und braun werden, ist normal; die Pflanze lenkt ihre Kraft in die neuen Wedel. Wie geschnitten wird, ist allerdings entscheidend.
Was Sie tun können
- Nehmen Sie nur einen vollständig braun gewordenen oder abgestorbenen Wedel mit einem sauberen Werkzeug am Stielansatz ab.
- Das Kürzen der braunen Spitzen teilweise grüner Wedel beschreibt keine der Quellen; diese Seite empfiehlt deshalb kein Verfahren zum Spitzenschnitt.
- Schneiden Sie niemals den Haupttrieb an (das beendet das Wachstum).
- Vertrocknen viele Wedel gleichzeitig, ist das nicht natürlich; sehen Sie sich braune Spitzen, zu viel Wasser oder das Licht an.
Weitere Schädlinge (Wollläuse / Schildläuse / Thripse / Trauermücken)
Neben Spinnmilben können watteartige weiße Nester auf der Blattunterseite (Wollläuse), Schildchen an Stiel oder Blatt (Schildläuse), schmale längliche Thripse oder winzige Mücken über nasser Erde (Trauermücken) auftreten.
Was Sie tun können
- Stellen Sie die Pflanze von den anderen getrennt; kontrollieren Sie die Blattunterseiten und die Übergänge von Blatt zu Stiel.
- Wischen Sie sichtbare Schädlinge mit einem feuchten Tuch ab oder brausen Sie sie mit Wasser ab; Schildläuse kratzen Sie vorsichtig ab.
- Gegen Trauermücken lassen Sie die oberste Erdschicht abtrocknen (gießen Sie weniger).
- Bei starkem oder wiederkehrendem Befall fragen Sie in einer Gärtnerei nach; halten Sie neue Pflanzen zwei bis vier Wochen in Quarantäne.
Mehr dazu: Schädlinge an Zimmerpflanzen: vom Symptom zur Bestimmung
Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb.
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Quellen
- NC State Extension · Dypsis lutescens (im Eintrag kommt Fluorid nicht vor)
- Houseplants Nook / PLNTS · Areca palm problems
- Leafy Place / Plants For All Seasons · areca brown tips & yellowing
- Bulb Society / Leafy Life · areca spider mites & care
- Clemson HGIC · Indoor Palms (Regel für die Gruppe, keine Messung an der Art)
- Penn State Extension · Humidity and Houseplants (Besprühen und Kies-Schale wirkungslos)